Abschied von der Nordinsel

Die Zeit verfliegt – heute fahren wir mit der Fähre nach Picton.

Besonders schwer fiel uns der Abschied von der A K Ranch, wo wir nicht nur total liebe Menschen um uns hatten, sondern zudem nach Strich und Faden verwöhnt wurden. Kay und Alastair sagten, dass sie uns so gerne etwas mehr Zeit mit dem Zwerg verschaffen und lehnten kategorisch jede Hilfe beim Essen zubereiten oder Abwaschen ab und das eigentlich gebuchte Bed & Breakfast verwandelte sich in ein 5 Sterne Vollpensionwohlfühlresort ohne Mehrkosten für uns, aber mit vielen frisch gebackenen Scones.

Ich denke, dass das auch wieder einer der Vorteile ist, wenn man mit Kind reist. Wir haben uns auch gut mit den Beiden verstanden, aber vom Zwerg waren sie einfach nur verzückt und hätten Alles für ihn gemacht.

Vor allem werden sie wohl noch Jahre lachen, wenn sie daran denken, wie sie nach einer Autofahrt zurückkehrten und der Zwerg lachend und strahlend splitterfasernackt im Regen über die große Rasenfläche rannte, beide Hunde freudig hinter ihm her und der Traummann und ich selig lächelnd im Jacuzzi auf der Terasse sassen und dem Zwerg zugucken.

(Es macht übrigens wahnsinnig Spaß, im Regen im Bikini über den Rasen zu laufen und sich dann im Jacuzzi wieder aufzuwärmen!)

Dem Zwerg fiel der Abschied auch total schwer und er sagte erstmal, dass er ab jetzt nicht mehr spielen würde.

Das hatte er zum GLück gleich abends wieder vergessen, als er in der nächsten Unterkunft auf einen 5-jährigen Jungen traf, der ihn gleich in die Kunst des Schiessens mit Kinderpistolen einweihte.

Der Traummann und ich guckten glücklich zu. Der Zwerg war die ersten Wochen auf der Reise doch arg klettig gewesen, was wir auch verstehen konnten – fremde Umgebung, fremde Sprache – aber auf Dauer ging es mir doch etwas auf die Nerven, wenn man ca. 13h am Tag Fragen beantwortet an einen 1m Mensch, der fest an der eigenen Hand hängt.

Die Fragen gehen dabei von “Wo fährt denn der Mann hin? Warum weißt du nicht, wo der hinfährt?” bis hin zu echt schweren Fragen wie “Warum kommen Menschen unter die Erde, wenn sie sterben und was mach ich, wenn ich das nicht möchte?”

So- erstmal ist vermutlich ein paar Tage Sendepause – wir fahren bald mit dem Wassertaxi in die Marlborough Sounds, wo es nur mit einem Radiotransmitter Internet gibt.

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