Aufräumen – allgemeine Tipps – Kampf dem Chaos Tag 0

Meine Mama wird vermutlich vor Lachen auf dem Sofa liegen und mit den Beinen strampeln, wenn sie liest, dass ich hier als oberster Aufräumguru Tipps über Ordnung gebe und dann irgendwann hoffnungsvoll denken, dass ihre 183973945 Ermahnungen und Aufräumnervsprüche DOCH noch gefruchtet haben.

Vorweg sei gesagt – mich als Aufräumprofi zu bezeichnen ist ungefähr so stimmig, wie Helmut Kohl einen Diätprofi zu nennen.

Immer her mit den Tipps

Ich habe dennoch in meinem langen Kampf gegen das Chaos einige Strategien entwickelt, die gut geholfen haben. Nur sind sie entweder teilweise nicht mehr mit meinem Lebensstil vereinbar oder fallen bei Kind-krank, Traummann-krank, Arbeitsstress plötzlich in sich zusammen.

Wer immer Tipps hat – ultimative oder auch nur teilweise hilfsame – immer her damit!!!

Stoppuhr

Meine ordentlichste Zeit war ein Intermezzo als Single. Nicht weil mein Partner dann keine Unordnung machte (im Gegenteil, meine Partner waren bisher fast ausnahmslos ordentlicher als ich), sondern weil ich mir jeden Morgen, bevor ich zur Arbeit ging, eine Stoppuhr auf 10 Minuten stellte und in der Zeit wie ein wildgewordener Handfeger durch die Wohnung wetzte und aufräumte.

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Diese feste Zeit war für mich Gold wert. Ich konnte mich dazu überreden, regelmäßig aufzuräumen, weil es

a) ein immer wiederkehrender Zeitpunkt war, so dass ich irgendwann in den wünschenwerten Automatismus verfiel, dass das Aufräumen ganz von alleine startete

b) die Zeitspanne relativ kurz war, so dass ich eigentlich nie sagen konnte: „Heute schaffe ich das nicht.“

Diese festen 10 Minuten reichten aus, dass mein (zugegeben kleine) Singlewohnung echt ordentlich war. Denn dabei entdeckte ich auch ein weiteres Phänomen: Chaos erzeugt Chaos. Lieben erstmal 2 Pullis auf dem Fußboden, schmeißt man schnell noch ne Hose dazu. Ist alles ordentlich weggepackt, packt man auch die Hose in den Kleiderschrank

Wäschekörbe

Ist das Chaos in einem Zimmer erstmal richtig ausgebrochen, geht das Aufräumen recht fix mit folgenden System: Ich nehme einen Müllbeutel, einen gelben Sack und einen Eimer für Papier, sowie drei Wäschekörbe.

In die Müllbeutel kommt der Müll (duh) und in die Wäschekörbe kommt Alles, was in andere Zimmer getragen werden muss, möglichst schon nach Bestimmungsort sortiert.

Ordnungssystem

Wir haben im Haus drei Ebenen, also ist ein Wäschekorb für jede Ebene und ein Wäschekorb steht für: Wird aussortiert und dann verschenkt, gespendet oder verkauft.

Gefahr hierbei ist, dass der dritte Wäschekorb zu voll wird und sich dann das Problem nur in Keller, Abstellraum, schlag-mich-tot verlagert wird.

Also sei hierbei möglichst streng mit dir oder spende und verschenke wirklich regelmäßig die aussortierten Sachen!

Ich habe erst vor wenigen Wochen die komplette Kleidung des Zwergs von 50-86 an eine Kollegin verschenkt und das war unglaublich befreiend. Wir wurden im Keller von etwa 10 Kartons unterschiedlicher Größe befreit, die immer auf meiner Seele lagen („Und dann gehe ich damit auf einen Babyflohmarkt… oder stelle alles bei Ebay ein….“)  und mich echt stressten.

Sie hingegen freute sich wahnsinnig über den Kleidersegen, steckte 20€ in die Spardose vom Zwerg und so waren alle glücklich!

Jede Sache hat ihren festen Platz

Klar, die Urregel der Ordnung. Zudem sollte dieser Platz auch noch möglichst logisch sein – Handtücher im Wohnzimmer sind nur wenig hilfreich.

Es gibt immer wieder Dinge, die man als Chaot so besitzt, die einfach keinen festen Platz haben und rumnerven.

Zwei Fragen, die ich mir also in den nächsten Wochen stellen werde: Brauchst du diese Dinge wirklich oder kommst du auch ohne aus? Und wenn nicht, warum ordnest du diesen Dingen keinen festen Platz zu?

Geh hin, geh her, geh niemals leer

Eine Weisheit, die der Traummann mir gerne mal hinterherruft (und ich ihm auch 😉 )

Allerdings war sie mit Baby echt schwerer einzuhalten als zur Zeit unserer Renovierung des Hauses, wo wir diese Regel etabliert hatten.

Dennoch versuchen wir, uns Sachen auf die Treppe zu stellen, die in eine andere Etage müssen oder Dinge vor die Haustür zu stellen, die dann in den Schuppen können. Jetzt, wo nicht ständig mind. einer von uns ein Baby auf dem Arm hat, sollte das eigentlich leichter gehen, aber es ist immer wieder erstaunlich, wie oft man sehenden Auges an einem Stapel auf der Treppe vorbeigehen kann. *flöt*

Auf jeden Fall steht auf meiner To Do Liste das Anfertigen von Treppenkörben*.
Einen habe ich schon genäht, aber der ist zu klein, so dass dort nur Minikrimskrams drin untergebracht werden kann.

Und jetzt bist du dran

Was sind deine besten Tipps? Hier können sich auch sehr sehr sehr sehr gerne die Aufräumstreber beteiligen, die diese Challenge gar nicht nötig haben, weil sie das Aufräumen einfach schon beherrschen.

 

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2 Idee über “Aufräumen – allgemeine Tipps – Kampf dem Chaos Tag 0

  1. Callea sagt:
    Ich habe einen Tipp für die „Zu-Verkaufen-Haufen“: Ich habe mir die ebay Kleinanzeigen-App auf mein Handy geladen. Damit ist das Einstellen von Anzeigen total einfach und auch die Beantwortung von Nachrichten und Co ist einfach und „zwischendurch“ möglich.
    So bin ich innerhalb einiger Wochen fast alles von unserem Haufen los geworden.
    Für Kinderklamotten will ich jetzt aber mal noch Mamikreisel oder Finderzimmer ausprobieren. Aber das Prinzip ist das Gleiche: mach es Dir so einfach wie möglich.
  2. cdanisch sagt:
    Das ist auch ne super Idee!
    Dann brauch ich nur noch ne App, die die Päckchen nachher für mich einpackt und dann zur Post fährt *flöt* – das nervt mich immer am Meisten am Verkaufen. 😮

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