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Bio Leinenstrick - Leinen (kba) bei Danisch Pur

Was ist denn eigentlich Leinen? 

 

Fun Facts zu Leinen

 

  1. Vor Aufkommen der Baumwolle war Flachs, die Faser des Lein, aus der Leinenstoff hergestellt werden kann, stellenweise in Europa die einzige Naturfaser, die in der Bekleidungsindustrie verarbeitet wurde. Alternativen gab es ansonsten nur von tierischen Lieferanten (durch Wolle, Leder, Seide oder Felle).

  2. Dadurch, dass Leinen problemlos in unserem Klima angebaut werden kann, gibt es nur kurze Transportwege. Diese sind mit ein Grund für die geringen CO2-Emissionen.

  3. Die Flachspflanze ist von Natur aus nachhaltig, da sie kaum Dünger und Pflanzenschutzmittel benötigt. Bio-Leinen wird mit wechselnder Fruchtfolge angebaut, was ein natürlicher Schutz gegen Schädlinge und Pilzbefall ist.

  4. Der Flachs wird bei der Produktion von Bio-Leinen auf dem Feld liegen gelassen und natürliche Bakterien und Pilzorganismen zersetzen die Fasern, bis sie verarbeitet werden können.

  5. Leinen nimmt bis zu 35% Luftfeuchtigkeit auf und gibt diese auch schnell wieder an die Umgebung ab. Somit wirkt Leinen kühlend und bleibt dennoch trocken.

  6. Leinen ist äußerst widerstandsfähig gegen Schmutz - die Fasern des Flachs sind sehr glatt und schließen wenig Luft ein. Dadurch ist Leinen außerdem flusenfrei, antistatisch und bakterizid.

  7. Das Wort “Leinwand” ist keine zufällige Wortkreation, sondern dabei wird für die Bespannung tatsächlich “Lein-Gewebe” verwendet.

 

Stoffe aus Leinen

 

Aus der Leinenpflanze (Gemeiner Lein) wird die Faser Flachs gewonnen. Die Leinenpflanze ist eine einjährige, grasartige Pflanze und gehört zu den Bastgewächsen. Sie wird als heimische Pflanze in Europa bereits seit der Antike angebaut, hat also eine jahrtausende alte Tradition. 

 

Das Gewinnen der Fasern geschieht bei Bio-Leinen durch die sogenannte Tauröste. Dieses Verfahren ist äußerst umweltschonend, da dem Boden auf diese Art viele Nährstoffe zurückgegeben werden. Hierbei wird der Flachs nach dem Schneiden auf dem Feld liegen gelassen und natürliche Bakterien und Pilzorganismen übernehmen die Zersetzungsprozesse. Durch regelmäßiges Wenden des Flachses wird eine gleichmäßige Zersetzung erreicht. Dieser Vorgang dauert länger als die Zersetzung über die Wasserröste bei der konventionellen Herstellung, ist aber deutlich umweltschonender.

 

Stoffe, die aus Leinen gewonnen werden, sind widerstandsfähiger und robuster als Stoffe aus Baumwolle in derselben Dicke. Leinen kann 35% Luftfeuchtigkeit aufnehmen und gibt diese auch gut wieder an die Umgebung ab. Leinen wirkt daher kühlend und eignet sich bestens für Sommerkleidung.

 

Leinen und die Umwelt

 

Leinen ist eine sehr nachhaltige Naturfaser. Da Leinen sehr gut in europäischem Klima gedeihen kann, fallen weite Transportwege weg, so dass die CO2-Emissionen gering bleiben. Der Wasserbedarf für die Herstellung von Leinen ist deutlich geringer als für die Herstellung derselben Menge Baumwolle. Der natürliche Regen in den Anbaugebieten reicht für den Pflanzenwachstum aus, so dass gar keine zusätzliche Bewässerung nötig ist. 

 

Zusätzlich wird Bio-Leinen in wechselnder Fruchtfolge (zum Beispiel mit Senf und Klee) angepflanzt, was den Boden schont und Schädlings- und Pilzbefall wirksam vorbeugt, so dass auf den Einsatz von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden kann. Durch die oben erwähnte Tauröste werden dem Boden wichtige Nährstoffe schon während der Fasergewinnung zurückgegeben, so dass weniger Düngung notwendig ist. 

 

Als Naturfaser ist Leinen komplett biologisch abbaubar, da er aus Zellulose besteht. 



Kleidung aus Leinen

 

Da Flachs eine sehr glatte Faser ist, kann sich nur schwer Schmutz daran absetzen - Leinen ist also regelrecht schmutzabweisend und zudem flusenfrei. Er ist ideal für die wärmere Jahreszeit geeignet, da er dadurch, dass wenig Luft eingeschlossen ist und der Feuchtigkeitsaustausch so gut stattfinden kann, kühlend auf der Haut wirkt und sich angenehm tragen lässt. Da die Flachsfasern permanent Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen und wieder abgeben, ist der Stoff beinahe vollständig antistatisch. 

 

Die Flachsfaser an sich ist extrem reißfest, was Leinen deutlich robuster als Baumwolle macht, allerdings knittert Leinenstoff schneller. Da Leinen Bakterien hemmt und bis zu 35% Feuchtigkeit binden kann, gilt Leinen als von Natur aus keimtötend und hygienisch. Das Material neutralisiert sogar Gerüche, und ist außerdem hypoallergen und eignet sich daher auch für Allergiker mit empfindlicher Haut optimal.



Pflegehinweise für Leinen

 

Leinen sollte nicht wärmer als 30 Grad in einem Schonwaschgang gewaschen werden. Da Leinenstoff keine Reibung mag, sollte auf den Einsatz des Trockners verzichtet werden und die Waschmaschine nur zur Hälfte gefüllt werden. Getrocknet wird Leinen am besten im Freien im Schatten, damit die Farbe nicht ausbleicht. Leinen “schwimmt” gerne, daher nach Möglichkeit mit einer Wasser + Taste noch extra Wasser dazugeben.

 

Es ist möglich, Leinen zu bügeln, wenn man den üblichen leicht knittrigen Leinenlook nicht mag - hierfür am besten ein feuchtes Tuch zwischen Stoff und Bügeleisen legen. Dann ist Leinen gegenüber hohen Temperaturen unempfindlich und bügeln mit bis zu 200 Grad möglich - lediglich trockene Hitze mag das Material nicht. 

 

Richtig gepflegt bleibt ein Textil aus Leinen lange formstabil und nachhaltig schön! 

 

Nähhinweise für Leinen

Bei Danisch Pur wird Leinenstrick angeboten im Gegensatz zu den meisten Leinenstoffen auf dem Markt, die gewebt sind. Dadurch ist der Stoff weicher und anschmiegsamer und dehnt sich leicht.  

 

Genäht werden kann mit einer Universalnadel und einem dehnbaren Stich oder der Overlock. .Als Schnittmuster eignen sich Schnitte für nur leicht dehnbare Stoffe wie Sweat oder Schnitte für Webware, die dann leicht enger genäht werden können. Der Leinenstrick ist zwar dehnbar, aber nicht als Bündchen geeignet. Wir empfehlen hier also Schnitte, wo die Ausschnitte z.B. mit Beleg genäht werden oder gesäumt werden. Für Röcke oder Ähnliches empfehlen wir ein Gummiband einzuarbeiten oder mit Bündchenware zu arbeiten.

 

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