Der Sand geht, die Coolheit bleibt

Die Tage verfliegen weiterhin und wir erleben mehr, als ich jemals hier aufschrieben könnte, deswegen versuche ich einfach nur ein paar der Highlights und Gedanken zum Reisen mit kleinen Kindern in Stichworten niederzuscheiben.

Aktuell sitze ich mittem im Kinderparadies. EIgentlich hatten wir vor allem nach einem gutem Stopp zwischen der Stinkestadt Roturoa und Wellington gesucht. Wir müssen uns mal so langsam aber sicher Richtung Christchurch aufmachen, da unsere Zeit in Neuseeland sich schon dem Ende neigt (schnief).

Eigentlich wollte ich sooooo gerne die Wanderung Tongariro Crossing nochmal machen, da diese mir soooo gut in Erinnerung geblieben ist, aber das hätte der Zwerg leider nie und nimmer geschafft, so super er auch unsere Wanderungen mitmacht.

Also kam ich auf die Idee von Farmstay. Was schwieriger durchzuführen war als gedacht. Die ersten zwei Bauernhöfe waren bei Anfrage schon ausgebucht. Und dann fand diese kleine Anzeige von A K Ranch, die im Vergleich zu den fancy Webseiten der anderen Farmstays sehr unauffällig war, aber gerade das gefiel mir. Hier wurde kein Ponyreiten mit anschließend 30 Minuten Lagerfeuer angeboten, sondern es klang einfach nach Aufenthalt im ländlichen Neuseeland, mitten auf einer Farm.

 

Und dann wurden wurden wir aufgenommen wie lange verloren geglaubte Familie. Der Zwerg hat gefühlt schon sämtliche Schafe der Farm gestreichelt und mit den anderen Tieren geschmust und akutell kann er vor Aufregung nicht einschlafen, weil für morgen eine Traktorfahrt versprochen wurde.

Der Traummann und ich sind von den Socken von den tollen Räumen, in denen wir wohnen, dem herrlichem Essen, dem Whirlpool (!) auf unserer Terasse und den echt netten und lustigen Gesprächen mit Alastair und Kay.

Dieser Platz ist ab jetzt unser Neuseelandgeheimtipp!!

Die Beiden sagen, dass sie gar nicht mehr und auf mehr Homepages Werbung machen, weil es ihnen so eigentlich gut gefällt – wie kriegen nicht sehr oft Besucher, aber ab und an kommt Jemand und bringt die große weite Welt mit, aber es wird so nie Routine, Touristen dazuhaben. Und das merkt man ihnen auch an. Sie sind echt mit Leib und Seele dabei.

Die Tage davor habe ich vor allem gedacht, dass Kinder einfach verdammt cool sind, aber man auch schwer planen kann, was ihnen Spass macht.

Der Zwerg ist ja eh das coolste und tollste Kind der Welt. An Ostern wachte er auf, fand die ersten drei Ostereier, gab mir eins, dem Traummann eins und setzte sich dann hin und ass Nr. 3.

Von wegen Einzelkinder können nicht teilen. Als wir dann noch sagten, dass noch mehr Süßigkeiten versteckt waren, war es ihm das Wichtigste, den anderen Kindern im Hostel davon auch noch etwas abzugeben.

Unter diesen Kindern war auch eine 8-jährige Koreanerin, die mit ihren Eltern reiste, die kein Wort Englisch konnten. Das Mädl organisierte alles für sie! Ich fand das mega cool! So etwas hätte ich mir selber mit 8 nicht zugetraut (ganz abgesehen davon, dass ich da kein Englisch konnte).

Und den Zwerg wiederrum fand ich mega toll auf unseren Wanderung zu den Cathedral Caves.

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Die wollten wir uns unbedingt angucken, weil sie so toll sein sollten, aber wir waren nicht ganz sicher, ob der Zwerg die 45min Fußstrecke schaffen würde, die auch teilweise steil und anstrengend sein sollte.

Der Zwerg schaffte den Hinweg in 25 Minuten und brachte alle Mitwanderer zum Lachen, weil er mit lautem Lachem und Kichern an ihnen vorbeiwetzte (die Eltern im Laufschritt hinterher).

Am Strand quietschte er dann auch nur vor Vergnügen und wältze sich nass im Strand bis zwei entzückte Japanerinnen sich mit ihm fotographieren liessen.

Auf dem Rückweg fiel er zweimal richtig fies hin, da er wieder im 100m Sprinttempo den Berg raufwetzte, aber selbst das verdarb ihm nicht die gute Laune und trotz Unfällen und Tränentrocknenpausen brauchten wir nur 60 Minuten.

 

 

Zwei Tage später im Thermal Wonderland in Roturoa brauchten wir hingegen 4h für einen Weg, der mit 75min gekennzeichnet war, weil der Zwerg alles stinklangweilig fand. Dabei hatte ich gedachte, dass brodelnder Schlamm und bunte Seen voll was für Kinder wären.

Nun, so etwas ist einfach auch Tagesformabhängig. Ich kann einen Aufenthalt in der Stadt, die riecht, als wäre man beim Teufel zu Besuch, wirklich nur empfehlen. Es ist einfach faszinierend, wenn man merkt, wie man fast im Erdinneren lebt und es überall dampft und zischt und man Seen sieht, wo das Wasser weiter unten (zusammengedrückt), 220 Grad Celsius (!!!) heiß ist und der ganze See brodelt.

 

ABer ich bin auch nicht böse, aus dem Gestand rauszusein – faule Eier sind nix dagegen.

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