Einmal Hoelle und zurueck / unser Flug mit Kenyan Airways

Wir hatten von Anfang an nicht so richtig Lust darauf, von Bangkok den Flug nach Suedafrika anzutreten. Irgendwie gab es keine so richtig guten Optionen und so spielten wir zwischendrin mit dem Gedanken, 5 Tage in Kenia als Zwischenstopp zu verbringen, aber irgendwie waren wir auch nicht so richtig gluecklich damit.

Letztendlich verkuerzten wir unseren Aufenthalt in Thailand, strichen Kenia und machten uns auf, den langen Flug nach Suedafrika in Einem hinter uns zu bringen.

Leider ging der Flug erst halb 1 Nachts in Bangkok los. Bis dahin habe ich schon diverse Leute boese angeguckt – zum Beispiel, als wir uns noch nicht an unser Gate setzen durften, sondern den mueden Zwerg eine lange Rampe wieder hochtragen mussten.

Aber bis dahin war noch alles okay – auch der grausame 8h Zwischenaufenthalt in Nairobi war nicht so schlimm wie gedacht. Der Zwerg hatte im Flugzeug ganz gut geschlafen und war entsprechend nicht so durch den Wind wie wir, sondern spielte friedlich und zufrieden ca. 4h in dem Playroom auf dem Airport, waehrend der Traummann und ich auf den Sofas doesten.

Dann ging der Flug endlich los. Dachten wir. Wir sassen schon im stickigen, heissen, Flieger, da kam die Durchsage, dass die AC nicht repariert werden koenne und wir auf einen anderen Flieger wechseln muessten.

Da wir nur 3,5h Aufenthalt in Joburg hatten und dort unser Gepaeck abholen und neu wieder einchecken mussten, wurden wir schon etwas nervoes und erkundigten uns an der Info von Kenyan Airways nach unseren Optionen.

Als gehoert wurde, dass wir dann mit einer anderen Airline weiterfliegen, war fuer sie der Fall erledigt und wir nur noch Menschen 2.Klasse.

Dass ein Verpassen des Anschlussfluges schliesslich ihre Schuld war und sie zumindest mal etwas Bemuehen haetten zeigen koennen, war schon zu viel verlangt.

Nach mehrmaligem Nachbohren, wurde dann genervt gesagt, dass sie am Flughafen jemanden informieren, der uns dort behilflich ist. Wir dachten noch naiverweise, dass uns dann Jemand fix durch den Zoll bringen wuerde.

Aber “Den Anschluss erreichen Sie eh!” wurde uns wieder und wieder versichert, egal wie stark sich die Verspaetung aufbaute. Auch noch, als die errechnete Umsteigezeit auf unter eine Stunde zusammenschrumpfte. Auch die erneute Bitte um Assistanz am Flughafen wurde nur mit “jaja, wir schreiben ne Mail”, abgewimmelt.

Vom langem Warten am Gate und leichtem Fieber, hatte der Zwerg mittlerweile Durst, aber erst wiederholt echt genervtes Nachfragen fuehrte dazu, dass ihm widerwillig etwas Wasser geholt wurde.

Ich muss wohl nicht sagen, dass in Joburg Niemand an der Flugzeugtuer war, um uns abzuholen? Viele andere Passagiere wurden mit Tafeln aufgerufen und schnell am Zoll vorbeigefuehrt, wir mussten erst einen Riesenaufstand machen, bis sich Jemand um uns kuemmerte.

Am Zoll wurde der Traummann dann von einer security Dame scharf angefahren. Er verstand sie beim ersten Mal nicht. Beim zweiten Mal verstand er, dass er seine Brille absetzen solle. Was aber kaum ging, weil er den halb schlafenden Zwerg und zwei Handgepaeckstuecke in der Hand hatte “Take your glasses off, NOW!”, schrie die Frau ihn dann an und holte schon Verstaerkung.

Keine Ahnung, was das sollte – ich hab noch nie erlebt, dass man bei der Passkontrolle seine Brille absetzen muss. In letzter Sekunde schaffte er es noch und dann verbrachten wir erst 10 Minuten vor dem Schalter, wo unsere Paesse auswendig gelernt wurden und dann weitere 15 Minuten am Gepaeckband — und uns wurde klar, dass wir den Flug nicht mehr erreichen wuerden, der in 15 Minuten abflog.

Die SAA schickte uns zu Kenyan Airlines und sagte, dass diese uns einen neuen Flug buchen muessten, da es ihre Schuld war, dass wir den anderen Flieger verpasst hatten.

Deren Office war aber schon geschlossen.  In einem anderen Office sass ein unmotivierte Mitarbeiter, der auf meine Nachfrage, ob gerade ein Mann mit einem Kind hier war, erstmal ewig nicht reagiert, was mich schon in Panik versetzte – der Traummann war naemlich mit dem Zwerg zum Office hochgesprintet und ich musste mit Gepaeck im Aufzug woanders lang.

Nach zweimal (!) Nachbohren von mir, fiel ihm ein, dass so Jemand dagewesen sei (keine drei Minuten her!!) und er den wieder nach unten geschickt habe.

Unten fand ich Traummann und mehrere andere Passagiere dabei, wie sie auf eine Frau einschrieen, die bei KA arbeitete, aber sich weigerte, irgendwelche Hilfestellung zu geben und irgendwann einfach weglief.

Mittlerweile war es fuer uns schon 1 Uhr morgens (Bangkokzeit) und wir hatten die komplette letzte Nacht nicht geschlafen.

Also entschieden wir, einfach einen neuen Flug zu buchen und uns mit KA spaeter rumzuaergern.

Nur konnte uns niemand sagen, so das Office von SAA war und wir wurden zweimal exakt wieder dorthin zurueckgeschickt, wo wir kurz vorher waren.

Endlich bei der Gepaeckaufgabe, erzaehlte uns die Frau da, dass wir Uebergepaeck haetten. Das stimmte. Aber da wir nur zwei Gepaeckstuecke hatten, statt der erlaubten 3 und wir weit unter dem erlaubtem Gesamtgewicht waren, hat da noch keine Airline Probleme gemacht.

DIe Frau zwang uns, aus dem Koffer mehrere Sachen herauszunehmen. Ich wollte die gerade in unseren Tagesrucksack nehmen und den dann auf aufgeben, als sie sagte, dass dafuer keine Zeit mehr sei, wir muessten jetzt rennen, so schnell wir koennen, um den FLug noch zu erwischen.

Also mussten wir mit 9 Stueck Handgepaeck und einem weinendem, aber mega tapferem und kooperativem Zwerg durch den FLughafen rennen.\

Ihm machte das Ganze auch Angst und ausserdem war er hundemuede, aber machte das Ganze ganz toll mit.

Wir rasten durch den security check und zu unserem Gate und da wurde uns mitgeteilt, dass sich das Gate gerade geaendert habe.

Also wieder zurueckrasen — um dann festzustellen, dass wir noch mega viel Zeit haben, weil der naechste FLieger auch Verspaetung hat.

Da guckten wir das erste Mal auf unsere neuen Tickets und sahen, dass wir alle drei Einzelplaetze hatten. Das ist natuerlich mit einem 3-jaehrigem Kind nicht machbar. Der Traummann fragte einen Mitarbeiter am Boden, was wir machen sollten und er gab uns den Tipp, als Letztes einzusteigen, weil man dann gut sehen koenne, ob noch etwas frei sei.

Das versuchten wir und sprachen zudem Jemanden an, bei dem wir sahen, dass er alleine reiste und den Platz neben Einen unserer Plaetze hatte. Als das aber ein Steward im Flugzeug mitbekam, wurde der sauer und sagte, dass wir das nicht machen duerfen, denn Gang- und Fensterplaetze seien ja teurer und nein, das sei kein Problem, wenn der Zwerg allein sitzen muesse, sondern es sei ein Problem, wenn wir Fluggaeste ansprechen und einfach um Tausch bitten.

Wir ignorierten den Steward und sprachen einen weiteren Mann an, der laut Bodenpersonalinfo von vorher alleine reiste und einen der unbegehrten Mittelplaetze hatte. Er war zum GLueck auch sofort zum Tausch bereit. Sonst wuerden wir vermutlich immer noch in Joburg stehen, weil der Zwerg das komplette FLugzeug zusammengeschrieen haette!!

Als wir endlich in Kapstadt ankamen, empfing mich der Traummann mit der Frage, wo denn unser Tablet sei – im Rucksack war es nicht und daher war sein Flug sehr langweilig.

Super. Da hatten wir auch noch das Tablet irgendwo am FLughafen verloren…

Wie wir es wiederkriegten und dass Suedafrika danach aber bisher so cool ist, dass wir die Strapazen schon fast wieder vergessen haben und wie cool unser letzter Tag in Thailand war, obwohl wir echt froh waren, unseren Aufenthalt dort abgekuerzt zu haben und warum, muss ich auch alles noch erzaehlen, aber das dann wohl in ein paar anderen Beitraegen – erstmal muss ich noch weiter gegen den Jetlag ankaempfen.

 

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Eine Idee zu “Einmal Hoelle und zurueck / unser Flug mit Kenyan Airways

  1. Nosa sagt:

    Das klingt so schrecklich (und unnötig) anstrengend.
    Ihr Armen, echt!

    Dass das Gepäck nicht nach Gesamtgewicht zählt, sondern die Einzelgepäckstücke kein Übergewicht haben dürfen, haben Freunde von uns auch schon erlebt.

    Ich freue mich auf die nächsten Beiträge! 🙂

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