Essbare Knete – Adventskalender Tag 12

Immer wenn ich mit dem Zwerg knete, muss ich leicht grinsend an unser allererstes Knetereignis denken, denn das war mega süß.

Kooperation auf den zweiten Blick

Der Zwerg war da ein gutes Jahr alt und konnte noch nicht wirklich viel sprechen, aber schon erstaunlich gut kommunizieren (ich bin immer noch verblüfft, wie gut man doch auch ohne Sprache mit einem Baby kommunizieren kann).

Es gab also zum ersten Mal Knete und weil ich die nicht nachher im ganzen Haus wiederfinden wollte, holte ich ein großes Holzbrett heraus und sagte dem Zwerg, dass er nur darauf kneten darf.

Er guckte mich nachdenklich an, schnappte sich ein Stück Knete und lief damit weg. Ich holte ihn sanft wieder zurück, wiederholte meine Worte, wir kneteten etwas, der Zwerg guckte mich wieder nachdenklich an, schnappte sich ein Stück Knete und lief damit weg.

Das Ganze wiederholte sich noch zweimal – dann legte er die Knete, die er in der Hand hatte, vorsichtig neben sich, rannte vier Schritte weg, guckte sich um und beobachtete meine Reaktion.

Deutlicher hätte man gar nicht machen können, dass er ernsthaft versuchte, meine Regel zu verstehen.

“Was genau darf ich nicht?” hätte er mich vielleicht gefragt, wenn er schon hätte reden können. “Darf ich nicht weglaufen, Mama? Oder  – aha- darf ich nur mit Knete in der Hand nicht weglaufen?”

Wäre ich an dem Tag weniger geduldig gewesen, wäre ich vielleicht genervt gewesen, dass “er aber auch gar nicht hört”, während das Kind in Wirklichkeit versuchte, so kooperativ wie nur irgend möglich zu sein.

Solche Momente machen mich auch irgendwie immer ganz demütig. Und ich muss dann wieder und wieder an einen Satz in meinem Lieblingselternkinderbuch denken (Alfie Kohn- Liebe und Eigenständigkeit )*, wo sinngemäß drinsteht: “Versuche immer, deinem Kind die bestmöglichen mit den Tatsachen zu vereinbarenden Motive zu unterstellen”.

Ein besserer Satz ist vermutlich nie gesagt worden.

Nun aber zum Manschen. 🙂

Knete herstellen ist eine der Lieblingsaktivitäten vom Zwerg und mir. Man kann schon beim Zusammenrühren manschen mit Kneten oder mit der Küchenmaschine, die Knete kann beliebig bunt gefärbt werden und dann kann man rollen, schneiden und matschen. Perfekt. Für uns Beide.

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Der Zwerg dreht die Knete auch total gerne durch eine alte Haselnußmühle, die ich mal für 50 Cent auf dem Flohmarkt erstanden habe.

Rezept

1 Tasse Erdnußbutter

1 Tasse Milchpulver (entweder noch Babymilchpulver, wenn man davon noch was hat, oder so Vollmilchpulver* – sowas in der Art nehmen wir auch gerne auch mehrtägige Wanderungen mit, wenn man nicht so viel schleppen mag
)

1 EL Honig

Puderzucker nach Bedarf, bis die Knete nicht mehr matschig ist, sondern eine schön angenehme Konsistenz hat. (bei mir waren das so 2-3 gehäufte Teelöffel)

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Die Knete ist meeeeeggggaaaaa lecker und eignet sich auch richtig gut zum Kneten. Sie ist auch so mächtig, dass selbst mein kleiner Vielfraß nicht allzu viel probiert hat, sondern sich schnell mit Knete zufrieden gab.

Die Knete hält sich gut verschlossen im Kühlschrank mindestens eine Woche.

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3 Idee über “Essbare Knete – Adventskalender Tag 12

  1. Mone sagt:

    Danke für das Rezept! Hab zwar schon ein ungiftiges, allerdings sehr salzhaltiges. Dieses hier kann der Knopf ohne schlechtes Gewissen in den Mund stecken.

  2. Mone sagt:

    🙂 Das sollte ich lieber lassen. Die Weihnachtsplätzchen-Invasion beschert mir so schon den ein oder anderen Schock auf der Waage 😉

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