Frequently asked questions

Was heisst Biojersey / GOTS zertifiziert / mulesing-free?
Bei der Produktion der Wolle/Seide-Meterware ist uns ganz besonders wichtig, dass diese sozial und umweltverträglich produziert werden. Nicht nur, weil die Stoffe zu einem Teil als Unterwäsche direkt auf der (Kinder)Haut getragen werden, sondern auch, weil wir nicht dafür verantwortlich sein wollen, bei der Produktion Umweltsünden zu begehen. Alle unsere Wolle/Seide-Stoffe sind mulesing-free. Dies bedeutet, dass bei "unseren" Wollschafen darauf verzichtet wird, die Haut um den Schwanz ohne Betäubung zu entfernen, um eine Schädlingsbefall zu verhindern. Von Tierschutzorganisationen wird dieses Verfahren scharf kritisiert. Wir bieten aus Prinzip nur garantiert mulesing-freien Wolle/Seide Stoff an. Leider ist auch das Label GOTS nicht ausreichend, um sicherzustellen, dass der verwendete Stoff mulesing-free ist. Daher muss immer auf beide Stichworte geachtet werden, wenn man hochwertigen Biowollstoff bekommen möchte, bei dem keine Tierschutzsünden begangen wurden. Wir kaufen nur GOTS zertifizierten Stoff, um für uns und unsere Kunden sicherzustellen, dass die Herstellung den höchsten Ansprüchen genügt. Selber als Kleinunternehmen sind wir nicht GOTS zertifiziert (auch der Schritt, Meterware in einzelne Meter zu schneiden ist zertifizierungspflichtig), daher werben wir nicht mit dem GOTS-Siegel, was der Qualität unserer Stoffe keinen Abbruch tut.
Was ist so besonders an Wolle/Seide?
Wolle ist selbstreinigend und antibakteriell, da das Kreatin in der Wolle auf natürliche Weise übelriechende Bakterien abbaut, die bei der Schweißbildung entstehen. Wolle ist zudem hygroskopisch und kann damit Körperfeuchtigkeit aufnehmen. Wolle hat dabei den Sondereffekt, dass die Feuchtigkeit sowohl in den Fasern, als auch zwischen den Fasern eingelagert werden kann. Sie kann somit bis zu 30% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen und produziert dabei nach wie vor Wärme. Merinoschurwolle ist sehr fein gekräuselt, kratzt nicht und fühlt sich weich und flauschig an. Sie wird auch von Allergikern und Menschen mit Neurodermitis gut vertragen. Maulbeerenseide sorgt für ein angenehmes weiches und hautberuhigendes Kleidungsstück. Seide wirkt temperaturausgleichend, wärmt bei kalten Temperaturen und kühlt an warmen Tage. Das Wolle/Seide-Gemisch vereint damit die positiven Eigenschaften beider Grundstoffe und führt zu einem wahren Luxusstoff.
Was muss bei der Pflege der Stoffe beachtet werden?
Optimal ist es, wenn die Wollkleidung einfach bei feuchter Witterung (z.B. im Badezimmer beim Duschen) gelüftet wird. Der Wasserdampf, der dem Stoff begegnet, transportiert dann ganz automatisch kleinere Schmutzpartikel und schlechte Gerüche ab. Bei starker Verschmutzung kann die Kleidung mit der Hand oder im Wollwaschgang der Waschmaschine bei 30 Grad mit Wollwaschmittel gewaschen werden. Da Wollfasern im nassen Zustand empfindlicher sind als im trockenen Zustand, wird empfohlen, die Wolle/Seide liegend auf einem Handtuch zu trocknen.
Wie nähe ich? Muss ich vorwaschen?
Vernähen von Wolle/Seide und anderen Wollstoffen von Danisch Pur Es gibt kaum etwas Herrlicheres, als aus Wolle/Seide oder anderen Wollstoffen individuelle Kleidungsstücke für sich und seine Lieben zu erschaffen. Viele haben aber vor dem ersten Nähen Angst, ob sich der Stoff schwer vernähen lässt. Hier sind ein paar Antworten auf wiederkehrende Fragen … Nähmaschine oder Overlock? Wolle/Seide lässt sich sowohl auf der Overlock, als auch auf der herkömmlichen Nähmaschine vernähen. Wichtig ist hier die Verwendung eines dehnbaren Stichs (z.B. Kreuzstich) und die Verwendung von Super Stretch Nadeln. Die Nadeln sind speziell für sehr dehnbare Stoffe hergestellt und sorgen dafür, dass beim Nähen die Fäden nicht durchtrennt, sondern zur Seite geschoben werden. So entstehen auf Dauer keine Löcher im Nähwerk. Wie bei anderen dünnen Stoffen auch, empfiehlt es sich, nicht ganz am Rand des Stoffes mit dem Nähen zu beginnen, da dieser sich sonst manchmal in die Maschine „hineinfrisst“.  Hier kann man mit 2-3cm Abstand vom Rand mit dem Nähen beginnen und den Anfang nach ein paar Stichen mit Hilfe der Rückwärtstaste zunähen. Auch das Festhalten der überstehenden Fäden und an diesen leicht nach hinten ziehen, erleichtert den Beginn. Wolle/Seide ist dehnbarer als der meiste vergleichbare Baumwolljersey. Hier kann es sinnig sein, eher eine Nummer enger als normal zu nähen und in der Länge bei der üblichen Kleidergröße zu bleiben. Da jedes Schnittmuster und jeder Körperbau anders ist, ist es sehr zu empfehlen, gut passende Kleidungsstücke auf das entsprechende Schnittmuster zu legen, um einen Abgleich zu schaffen. Als Bündchen und Einfassstreifen kann der Wolle/Seide-Stoff ebenfalls verwendet werden, da er sehr elastisch ist. Bei einem Bauchbündchen in einer Wolle/Seide-Hose ist es empfehlenswert, noch ein Gummiband einzunähen, da das Bündchen zumindest ab dem Krabbelalter sonst nicht mehr fest genug ist. Eine gute Alternative ist ein reiner Wollbündchenstoff, der ebenfalls bei danischpur.de angeboten wird. Auch die Kombination von Baumwolle und Wolle/Seide ist nähtechnisch kein Problem. Allerdings ist es meist nur bedingt empfehlenswert, da Baumwolle einen viel höheren Pflegeaufwand benötigt und viel öfter gewaschen werden muss als Wolle/Seide oder Wolle. Wenn man also mit Baumwolle kombiniert, kann es sinnvoll sein, darauf zu achten, dass es keine Teile am Bekleidungsstück sind, die schnell mit Schweiß, Matsch oder Ähnlichem in Berührung kommen. Als Bündchen an Armen und Beinen ist Baumwolle insofern problematisch, als dass sie Wasser zieht. An einer Walkjacke ein Baumwollarmbündchen zu befestigen, ist beispielsweise sehr kritisch, da hier bei Regen oder Schnee das Armbündchen sofort nass und klamm wird. Baumwolle hat nun einmal nicht die magischen Wolleigenschaften von Wolle/Seide oder Wolle. Auch Druckknöpfe können auf Wolle/Seide gut verwendet werden. Aufgrund des dünnen Materials sollte man die Aufsetzstellen allerdings immer verstärken. Hierzu bietet sich z.B. ein Stück Walk an, welches man zwischen zwei Wolle/Seide-Schichten, z.B. im Bund, versteckt. Insgesamt sollte man auf jeden Fall nur sogenannte Jerseydrücke mit niedriger Verschlusskraft wählen, um ein Einreißen des Materials zu umgehen. Generell muss der Wolle/Seide-Stoff von Danisch Pur nicht unbedingt vorgewaschen werden. Bei richtiger Wäsche geht er (wenn überhaupt) nur minimal ein. Generell tut es Wolle eher gut, wenn sie möglichst selten gewaschen wird, daher kann man sich diesen Schritt ruhig sparen. Bei Wollfrottee und Wollfleece wird das Vorwaschen per Handwäsche empfohlen. Später ist auch hier eine Wäsche nur bei grober Verschmutzung nötig.
UV-Schutz von Wolle/Seide
Der UV Schutz von Wolle/Seide ist fast legendär - wir haben erforscht, was wirklich an den Behauptungen dran ist und waren verblüfft, wie unglaublich gut sich Wolle/Seide als Alternative zu UVSchutz Polyesterplastikkleidung eignet. Details findet ihr hier
Wuscheligkeit vs Seidig Glatt Faktor
Fast alle Wolle Seide Stoffe haben eine minimal unterschiedliche Haptik. Dies liegt zum Einen an der Strickung (schon die kleinste Abweichung in der Einstellung der Strickmaschinen sorgt für ein festeres oder ein lockereres Strickbild) und vor allem an der Nachbehandlung. Für die erfahrenen Wolle Seide Käufer gibt es als Referenzpunkte die Stoffe Pflaumenringel (extrem weich und wuschelig) und Apfelgrün (sehr glatt und seidig zart). Nach vielen Diskussionen in der Wolle Seide Fangruppe auf Facebook war keine klare Tendenz zu erkennen, welche Art von Stoff euch denn besser gefällt. Beide - so der Konsens - seien unglaublich toll und hätten ihre Berechtigung. Daher kam die Einigung, dass ab jetzt bei den Stoffen der Wuscheligkeits vs Seidig Glatt Faktor dazugeschrieben wird. Die sehr wuscheligen Stoffe sind kuschelig weich und wärmen nochmal stärker als die seidigen Wolle Seide-Stoffe. Die seidig glatten Stoffe sind besonders für die warme Jahreszeit geeignet, da sie den kühlenden Effekt der Seide noch einmal potenzieren. Zudem sehen sie in der Optik etwas edler aus.
Punkte verdienen und einlösen

Punkte verdienen

  • mit jedem Kauf: Konversionsrate: 1€ Umsatz = 1 Punkt
  • mit jeder Produktrezension: Eine Rezension = 20 Punkte

Punkte einlösen

  • 500 Punkte = 1 Ministoffpaket
  • 2.500 Punkte = 1 Baby- oder Kinderstoffüberraschungspaket der Größe M
  • 5.000 Punkte = 1 Erwachsenenüberraschungspaket

Für die Beschreibung der Überraschungspakete siehe hier.

Für die Einlösung der gesammelten Punkte bei einer weiteren Bestellung im Warenkorb beim Punkt “Kasse” das gewünschte Paket in die Bemerkungen schreiben. Wir aktualisieren dann das Punktekonto.

Achtung: Punkte sammeln funktioniert nur mit einem angelegtem Benutzerkonto. Leider müssen aus Datenschutzgründen inaktive Konten nach einigen Monaten gelöscht werden und damit auch die Punkte. (Das ist wirklich schade, aber wir müssen uns hier an geltendes Recht halten.) Am Besten daher einen Screenshot der gesammelten Punkte machen, wenn ein längerer Bestellstopp geplant ist – auf Nachfrage und mit Nachweis schreiben wir dann bei Neubestellung gerne die Punkte erneut gut.

Was ist das Besondere an Wollbündchen?

Wollbündchen lassen sich grundsätzlich vernähen wie Baumwollbündchen – sie sind nur etwas dehnbarer und können daher etwas sparsamer vernäht werden.

Das Besondere aber an ihnen ist, dass sie die gleichen guten Eigenschaften wie Wollprodukte haben – sie ziehen insbesondere kein Wasser und eignen sich daher ganz besonders als Abschluß von Wolloutdoorkleidung und Stoffwindeln. Beides fühlt sich dann bei leicher Nässe nicht feucht, klamm und kalt an.

Wollkleidung als Schlafhilfe

Tatsächlich kein Ammenmärchen – Menschen, die in Wolle gekleidet sind, schlafen nachts besser. Das gilt auch insbesondere für Babys.

Studien haben gezeigt, dass Frühchen, die in Wolle gekleidet sind, besser zunehmen und ruhiger schlafen als Babys der Vergleichsgruppe.4

Dazu einige Quellen für Interessierte:

1) Dickson, P. R. (1984), Medical Journal of Australia, 21. Januar, S. 87-89
2) Umbach, K.H. (1986), Journal of the Textile Institute, 77: 3, 212-222
3) Ewing, M. R., Garrow, C. und McHugh, N. (1961), The Lancet, 2, 1447 und Laubscher, N.F. (1966), South African Medical Journal, 9. Juli 1966, 599-601
4) Scott, S., und Richards, M., The Lancet, 12. Mai 1979, Seite 1028. Und Scott, S., Lucas, P., Cole, T., und Richards, M., The Lancet, 29. Oktober 1983, S. 1014-1016
5) Powley, M., Nye, P. und Buckffield, P. The Lancet, 3. Mai 1980, S. 979-980

Was ist Pilling und warum ist es kein Mangel?

Generell ist Pilling bei Schafwollstoffen normal und sogar ein Qualitätsmerkal, weil es zeigt, dass die Stoffe nicht chemisch behandelt sind (Stichwort Superwash). Aber nicht alle Wollstoffe pillen gleich. Nicht mal vom selben Hersteller.

Wir haben in meiner Wolle/Seide Gruppe auf Facebook immer mal wieder eine Diskussion darüber und es ist immer wieder erstaunlich, wenn Leute berichten, dass sie z.B. 2 Wollhosen des selben Herstellers kauften, quasi gleich behandelten und die Eine pillt, die Andere nicht.

Die Gleiche Erfahrung hatte ich persönlich auch mit unserem zimtfarbenen Stoff, wo ich für mich, meinen Sohn und meine Mann aus dem gleichen Ballen (!) drei Shirts nähte. Nur das Shirt von meinem Sohn pillte.

Laut der gängigen Erfahrung ist es auch so, dass wenn ein Wollkleidungsstück pillt, es dieses entweder gleich zu Beginn macht oder gar nicht. Grundsätzlich. Denn man kann auch etwas falsch machen wie z.B. Wollsachen auf der Heizung trocknen oder so stark waschen, dass das Lanolin sich rauswäscht. Dann kann das Pilling auch später anfangen.

Aber normalerweise passiert es gleich zu Beginn, wenn sich die kurzhaarigen Bestandteile einer Faser aus dem Stoff reiben.

Aber  – ganz ehrlich – es ist egal, dass es ein Qualitätsmerkmal ist. Besonders schön ist es ja dennoch nicht! Wir empfehlen da den Einsatz der Wunderbürste. Kräftig drüberbürsten und nach 2-3 Wäschen pillt das Kleidungsstück normalerweise nicht mehr. Auch der regelmäßige Einsatz einer Wollkur kann helfen, damit die Fasern nicht zu trocken werden.