Geborgen Wachsen mit Wolle Seide

Neulich beim Fußballtrainig der Pampersliga hatte ich ein Erlebnis, wo ich dachte, wie unglaublich froh ich bin, dass ich recht früh in meinem Mutterdasein auf Leute wie Susanne Mierau von Geborgen Wachsen gestoßen bin. Es war nur eine Kleinigkeit, aber gerade so Kleinigkeiten bestimmen ja unseren Alltag so sehr.

Es war ein halbwarmer Fühlingstag und einem Jungen wurde in seiner Jacke zu warm. “Mama, darf ich meine Jacke ausziehen?”

Die Mutter verzog unwillig die Mundwinkel:”Gleich, wärm dich erstmal auf!”

Zwei Minuten später: “Mama, darf ich jetzt die Jacke ausziehen?”

“Justus, du hattest letzte Woche erst Husten!” Der ca. 4-jährige Justus wußte sichtbar nicht so richtig was dieser Satz mit seiner Frage zu tun hatte und blieb verwirrt stehen.

“Darf ich dann?”

DIe Mutter (mittlerweile echt genervt): “Alle anderen Kinder haben auch eine Jacke an!!”

Justus guckte sich um und zeigte auf drei Kinder neben ihm, die im T-Shirt herumliefen. “Nein, die hier nicht!”

Jetzt wurde die Mutter echt sauer und bluffte den kleinen Kerl an “Mensch, du hattest letzte Woche erst Husten und ich will nicht, dass du dich verkühlst. Musst du denn immer so ein Theater machen?”

Der Trainer kriegte den Austausch mit und sprach: “Justus, die Jacke bleibt an.”

Mit der Aussage zufrieden lief dann der kleine Kerl los und spielte weiter.

Erwartung an das Kind

Nun kann man sicherlich darüber diskutieren, ob es das Kind selber entscheiden kann, wann ihm warm oder kalt ist (was ich ja eigentlich selbstverständlich finde, aber gut…), aber dass man von einem 4-jährigen Kind wirklich nicht die Transferleistung erwarten kann von “darf ich die Jacke ausziehen” ein klares Nein zu verstehen, wenn die Mama antwortet “du hattest letzte Woche erst Husten”, sollte doch wirklich klar sein.

Aber ganz ehrlich – manchmal sind so Dinge nicht klar. Ich kenne es selber, dass ich von meiner eigenen Erziehung so geprägt bin, dass ich “instinktiv” Dinge tue, die bei näherem Überlegen total kontraproduktiv sind.

Ich erinnere mich, dass meine Mama mich bei Kummer gerne aufheitern wollte, indem sie über die Kummerauslösesache lachte. Von ihr war das naürlich nicht böse gemeint! Sie war der festen Überzeugung, dass das der richtige Weg war und sie mir damit half!

Aber das war Einer der Punkte, die ich schon als Kind und Jugendliche ohne Ende hasste. Wenn ich aber die Eltern, um mich herum sehen, die bei jedem sich-weh-tun vom Kind gebetsmühlenartig und sofort “nix passiert, nix passiert, tut gar nicht weh” rufen, dann haben diese Erkenntnis  nicht alle gehabt. (Siehe dazu auch Susannes Artikel “Ist doch nicht so schlimm – ist es doch!” )

Bei mir war und ist es das klassische “verwöhnen”, was mir immer mal wieder einen Strich durch meine Gedanken machte. Verwöhnen wir das Baby, indem es als Neugeborenes auf mir drauf schläft? Muss ich einem 7-Monate alten Baby nicht mal so langsam beibringen, dass es alleine in seinem Zimmer schläft? Das alles waren so Gedanken, die uns als Eltern immer wieder kamen und die teilweise auch so instinktiv in uns drin waren, dass ich sie immer wieder genervt hochkommen merkte, wenn mal etwas schief lief. Wenn das Kind dann mit 15 Monaten eine unaustehliche Phase hatte (wie alle Kinder hin und wieder), dann dachte ich nicht zuerst an schlechte Phase, sondern dass ich doch alles falsch gemacht hätte mit der Erziehung.

Gerade in solchen Momenten hat es mich immer wieder geerdet, wenn ich dann die liebevollen Artikel von Susanne las oder mir mein absolutes Lieblingsbuch von Alfie Kohn (Liebe und Eigenständigkeit) geschnappt habe. Immer wieder dran erinnert werden, dass diese Phasen normal sind und mir selber nochmal erklären, warum ich von dieser Art Erziehung überzeugt bin.

Ich möchte, dass mein Kind ein glücklicher, selbstbewußter und empathischer Erwachsener wird. (Und ein glückliches, selbstbewußtes und empathisches Kind bleibt 🙂 ).

Was muss ich dafür tun? Eigentlich nur, ihm vorleben, wie man sich als glücklicher, selbstbewußter und empathischer Mensch verhält und ihn selber mit Liebe und vor allem Respekt behandeln. Denn Kinder lernen durch Nachahmung. Bin ich respektlos zu meinem Kind und erziehe es durch Erpressung (“Wenn du jetzt nicht mitkommst, dann gehen wir ohne dich weiter!”) dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn mein Kind mit Machtkämpfen und Erpressung versucht, seinen Willen zu behaupten. Wie soll es etwas Anderes gelernt haben, wenn ihm keine besseren Mechanismen vorgelebt werden?

Und wie soll mein Kind lernen, dass es okay ist, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu haben, wenn dann solche Versuche verächtlich mit “Der will nur seinen Willen durchsetzen” abgetan werden. Ach, Bedürfnisse und Wünsche haben ist auch verkehrt?

Sich Erden

All diese Dinge weiß ich irgendwie. Irgendwo.

Aber manchmal vergesse ich sie im Alltag. Oder zweifel doch auf einmal an Allem, wenn auf einmal für ein paar Tage gar Nichts mehr klappt und wir in der Familie uns anschimpfen und genervt voneinander sind.

Dann brauche ich die Erdung von Menschen wie Susanne, die einen liebevollen Blick auf die Kinder und auf uns wirft. Die mir selbst sagt, dass es auch okay ist, mal genervt zu sein, aber dass das MEIN Ding ist, dass ich mich nerven LASSE und nicht unbedingt eine kausale Schuld des Kindes.

Verbindung mit Wolle Seide

Neben liebevoller Erziehung gibt es aber noch Weiteres, was man den Kindern vorleben kann. Ein respektvoller Umgang mit unseren Ressourcen. Gutes und gesundes Essen. Eine schützende Hülle aus Kleidung, die umweltschonend hergestellt ist und gleichzeitig die empfindliche Haut von Kindern liebevoll umhüllt.

Was lag also näher als Susanne zu fragen, ob sie unsere Wolle/Seide-Stoffe einmal ausprobieren möchte?

Susanne war gleich ganz begeistert von der Idee. Und anstatt einfach einen Lieblingsstoff aus dem aktuellen Sortiment auszusuchen, kam ihr die Idee, dass man doch das Geborgen/Wachsen-Logo auf den Wolle/Seide-Stoff drücken könnte.

Und so gibt es diese einmalige Kollektion von Geborgen Wachsen auf Wolle/Seide in mauve und petrol. Als die 5-Tochter einer Freundin den Stoff und das Design das erste Mal sah, seufzte sie inbrünstig und meinte ganz begeistert von der Hand, die das Baby hält: “Das ist ja wahre, echte Liebe!” und wünschte sich gleich ein T-Shirt aus dem Stoff. <3

Ihr könnt heute bei Susanne auf dem Blog einen 30€ Gutschein für meinen Shop gewinnen. Dazu schaut einmal bei ihr vorbei und lasst ihr einen lieben Kommentar.

*Fotos mit freundlicher Genehmigung von Maria Herzog von Herzogfotografie

 

 

 

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