Hallo aus Neuseeland

Wir sind endlich da!

Auckland 5.März

Es ist vier Uhr morgens und ich versuche meinen ersten Blogeintrag auf der Winztablettastatur. -bitte entschuldigt alle Rechtschreibfehler!

Eigentlich hatte ich den Jet Lag schon überwunden (überraschend schnell) und daher ist es etwas nervig, dass man Tag Nacht Rhythmus wieder durcheinander gebracht wurde – aber – der Zwerg ist krank (ich höre alle unter euch stöhnen, die wissen, wie sehr wir in den letzten 2 Jahren von Erkältungskrankheiten aus der Krippe gebeutelt wurden und hofften, dass wir im Sabbatical endlich wieder ganz zu Kräften kommen).

Wir hatten schon vor dem Flug gemerkt, dass der Zwerg nicht ganz 100% ist, aber uns dann trotzdem gewundert, wieviel er im Flugzeug schlief. Um uns herum gratulierten uns die Passagiere zu unserem wohlerzogenem Kind (und überlegten vielleicht insgeheim, ob wir den Zwerg unter Drogen gesetzt hatten) und natürlich waren wir auch froh, dass dadurch der Flug für uns alle viel viel einfacher war als gedacht, aber gleichzeitig machten wir uns auch etwas Sorgen.

Wenn der Zwerg nicht schlief, wollte er nur auf den Schoß und lesen und in den ganzen 36h unterwegs aß er 5 Weintrauben und knabberte einmal an einer Cheddarecke.

Als wir landeten und der Traummann und ich innerlich jubelten, fragte der Zwerg ganz enttäuscht, warum wir denn schon(!) da seien. “Ich dachte, dass dauert ganz ganz lange?!” – “Du Zwerg, das war doch jetzt ein super lange Flug. War das gar nicht langweilig?” – “Nein. Fliegen macht S paß!!”

Oookkkkaaaayyyyyy


In Auckland war er dann weiterhin sehr schläfrig und wirkte angeschlagen. In der ersten Nacht hier ratzte ich 12 h (!) am Stük durch und wachte fit und genau richtig um 7 Uhr morgens auf, als mich ein äußerst genervter Seufzer vom Traummann aus den Kissen riss (der Traummann kann h-e-r-z-z-e-r-e-i-s-s-e-n-d seufzen und dass zudem so laut, dass man ihn noch drei Räume weiter hört). Hier hatte er allerdings auch Grund dazu. Der Zwerg hatte ihn die komplette Nacht wachgehalten mit Weinen nach Wasser und generell unglücklich sein. Ich stand also mit dem Zwerg auf und der Traummann schlief wieder ein, bevor sein Kopf das Kissen berührte.

Als ich drei Stunden später ein dringendes Bedürfnis hatte, wohin der Zwerg nicht mitwollte, aber auch nicht draußen warten wollte, nahm ich ihm das Versprechen ab, den Papa nicht zu wecken. Das klappte nicht so richtig gut, denn der süße Zwerg steichelte des Papas Füße. Als dieser dann aus dem Schlaf hochschreckte, flüsterte der Zwerg “Du kannst noch weiterschlafen, Papa. Ich wecke dich nicht auf!” Öhm ja.

Nachdem ein kleiner Spaziergang in die Umgebung und ein Sandalenkauf für viele Tränen und Unmut sorgten, was ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass der normalerweise immer ausgeglichene und fröhliche Zwerg entweder todmüde oder krank ist, entschieden wir uns, eine Bustour durch Auckland zu machen. Der Zwerg liebt Bus fahren, kann sich dabei ausruhen und wir sehen die Stadt.

Der Traummann war gleich begeistert von Auckland. Er hatte eine normale graue Großstadt erwartet und kam gar nicht darüber hinweg wie grün und schön es hier war und fing gleich an zu planen, wie wir hierher auswandern können “Dann muss der Zwerg allerdings Englisch lernen”, fiel ihm irgendwann besorgt ein. Ich musste sehr grinsen, denn das war ja nun das kleinste Problem.

Der Zwerg presste derweile sein Näschen gegen das Fenster – bis er auf einmal anfing zu motzen und weinen, auf meinen Schoß krabbelte und quasi instantan  einschlief.

Wir trugen ihn nach Hause und genossen dann etwas Paarzeit im tollen Garten unseres Hostels, wo wir dann auch anfingen, die nächsten paar Stationen zu planen. Wir hatten noch zwei weitere Nächte in Pahi vorgebucht, aber danach hatten wir noch keine genauen Pläne

Als der Zwerg ca 2h später weinend aufwachte, hatte er 40 Grad Fieber. Morgens waren es “nur” 38 gewesen. Es war ca. 8 Uhr abends und ich ging dann gleich mit ihm ins Bett. Er verlangte, sitzend auf meinem Schoß zu schlafen, was ich auch eine Weile mitmachte (Ebookreader sei Dank auch ohne an Langeweile zu sterben) und versuchte dann, ihn neben mich zu legen, was dazu führte, dass er wieder alle halbe h aufwachte und nach Wasser verlangte oder danach, in meinen Arm zu kommen – obwohl ich mich schon so gut es ging um ihn herumgewickelt hatte.

Vor ca 2h fiel dann sein Fieber und seitdem schläft er zur Freude der anderen Hostelbewohner endlcich tife und fest und ich bin wach und hungrig und meine schon umgestellte innere Uhr ist jetzt komplett durcheinander.

wie auch immer – in wenigen Stunden werden wir aufstehen, uns duschen und mit großen Stücken getrockneter Elefantenhaut abtrocknen (aka super praktische, aber sehr unweiche Travellerhandtücher) , einen großen Supermarkt halb aufkaufen (worauf ich mich schon sehr freue – ich liebe Supermärkte in fremden Ländern erkunden) und uns auf in den Norden machen, wo es weder Einkaufsläden noch ATMs gibt, aber dafür Strand, Schafe und Sonne!

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