Kampf dem Chaos – Kampf gegen den Partner und dich selbst

Mittlerweile weiß ich ja von 17 Leute, die bei meiner Challenge mitmachen. Das ist mega cool und motiviert mich sehr.

Gründe fürs Chaos

Bei der Diskussion darüber, wie es denn überhaupt dazu kommt, dass eigentlich ordnungsliebende Menschen immer wieder in Unordnung aufwachen, wurden bei Vielen schnell Partner und Kinder als Übeltäter enttarnt.

Da werden Sachen nicht aufgehängt, Spülmaschinen nicht eingeräumt und Spielzeug verstreut.

Auch ich rege mich regelmäßig über meinen (eigentlich wirklich traumhaften)Traummann auf, wenn er zwar abwäscht, aber danach grundsätzlich das Waschbecken dreckig und die Arbeitsplatte ums Waschbecken herum voller Wasser steht oder wenn er seine Socken gefühlt im ganzen Haus verteilt.

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Aber ich fürchte, bei uns bin ich eher die größere Chaotin. 😮 Zusammengefasst kann man sagen, dass ich etwas öfter putze und sauber mache, aber der Traummann nur für ca. 30% des Chaoses zuständig ist.

Hauptnervpunkte

Was sind eure Hauptnervpunkte bei eurem Partner?
Ich habe den Traummann gefragt, was ihn denn an mir am Meisten störe, weil das Thema darauf kam, als ich eine Tasse nicht gleich in die Spülmaschine stellte.

“Dass du deine Tassen nie gleich in die Spülmaschine stellst!”

“Echt? Ich hätte gedacht, dich würde am Meisten stören, dass ich nach dem Renovieren oder Handwerken nicht immer alle Sachen wegräume und die Pinsel nicht auswasch….”

Ich konnte nicht zuende sprechen, da brach es schon aus ihm heraus “JAAAAAAA!!!!! Das nervt so wahnsinnig!!!!! Das macht mich KIRRE!”

Äh ja.

Bei sich selber anfangen

Es ist leicht, über den Partner zu lästern und ihm die Hauptschuld an der Unordnung zu geben (und bei einigen mag das auch stimmen, gerade wenn eine eher klassische Ehe geführt wird, wo der Mann (oder Beide?) der Meinung sind, dass die Frau den Haushalt macht und der Mann maximal “hilft”. (Nebenbei gesagt – wie ich das Wort “helfen” im Zusammenhang mit Haushalt und Babyaufzucht hasse – man kann sich (gemeinsam!) darauf einigen, dass Einer den Hauptteil der Arbeit macht aus tausenden von Gründen, aber zuerst einmal sind Beide (!) dafür verantwortlich!!)

Aber normalerweise trägt man mehr zum Chaos bei, als man sich vielleicht auf dem ersten Blick eingestehen mag.

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In einem meiner absoluten Lieblingsbücher aus meinem Psychologiestudium – Myers Social Psychology* (übrigens auch für nicht Studenten total toll und immer wieder lesbar!!!!!) – wurde beschrieben, wie beide Partner in einer Ehe denken, dass sie 70% der dreckigen Socken aufheben. Von Beiden.

Dass das mathematisch nicht möglich ist, brauche ich wohl nicht zu erklären. 😉

Eine mögliche Begründung wurde auch angegeben – vermutlich kann man sich selber besser daran erinnern und sieht vor seinem geistigem Auge, wie man selber dreckige Socken aufgehoben hat. Dass die eigenen Socken auf einmal verschwunden waren, hingegen, fällt nicht so schnell auf.

Genauso bleibt es im Gedächnis, wenn man ein ekliges Kleidungsstück aufhebt und es mit Ärger in den Wäschekorb schmeißt. Dass man selber am Vorabend zu faul für das Aufräumen war, hingegen, vergißt man gerne.

(*Socken sind hierbei das Synonym für Alles wie Jacken, Tassen, Zeitschriften etc.)

Innere Einstellung

Wenn man erstmal mit der inneren Einstellung anfängt, dass der Partner wohl auf jeden Fall mehr macht, als man merkt und gezielt darauf achtet, dann geht es Einem vielleicht schon wieder ganz anders!

Zudem weiß man ja eigentlich selber, dass es schon wahnsinnig schwer ist, sich selber zu ändern und noch schwerer, Andere zu ändern.

Mist. Ich fürchte wir müssen mal wieder bei uns selber anfangen…

 

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5 Idee über “Kampf dem Chaos – Kampf gegen den Partner und dich selbst

  1. Van Lure sagt:

    Also mich stört an meinem Freund das er nach dem Einkaufen die Einkäufe immer mit ins Wohnzimmer schleppt und die Chips & Nusstüten auf die Couch platziert statt die Kommode 0,5m danaben -.- da liegen sie dann stunden- (wenn ich nicht eingreife tage-)lang herum obwohl sie Platz beim Fernsehen wegnehmen.
    …Auf der anderen Seite bin ich ebenfalls der Chaot von beiden, das halbe Wohnzimmer ist meine Werkstatt und er ist bei jeder gemeinsamen Aufräum-/Putzaktion das Staubsaugerkommando aus Leidenschaft, wobei ich staubsaugen eh hasse…
    Haut hin 😉

    Lg, Sarah

  2. Nosa sagt:

    Hihi, ich überlege gerade, ob ich mich angesprochen fühlen soll, weil ich doch so überzeugt bin, viel weniger Chaos und viel mehr Ordnung zu machen. 😉

    Aber recht hast Du! Ändern können wir nur uns selbst (und wenn man so ein Glück hat wie ich, dann sieht der Partner das und ist sehr bemüht, mitzuziehen).

    Mich nervt am meisten, dass er immer (! …) alles (! …) einfach fallen lässt oder irgendwo ablegt.

    Und ihn nervt an mir am meisten, dass ich meine Klamotten immer (! …) im Badezimmer stapele.

  3. cdanisch sagt:

    Hihi, dir nehme ich das sogar ab. *knutsch*

    Dem Rest der Menschheit in der Studie von Myers nicht. 😉
    (so wie sich ja auch 90% der Menschheit für die besten und sichersten Autofahrer fühlen und so)

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