Klettern – Adventskalender Tag 17

Raus aus dem Haus

Bisher habe ich vor Allem von Aktivitäten im  Haus geschrieben. Der Zwerg ist allerdings eigentlich ein Draußenkind, so dass wir so gut wie jeden Tag draußen sind – auf dem Spielplatz, Laufrad fahren, zu Fuß zum Bäcker oder zur Post (besonders beliebt, seitdem die Lieselotte*
-Bücher bei uns Einzug gehalten haben, die ich nebenbei gesagt sehr empfehlen kann! )

Dennoch gibt es Tage, wo Keiner von uns so richtig Lust hat, nach draußen zu gehen. Der Zwerg ist aber ein Bewegungsjunkie und braucht dann eine Alternative.

SONY DSC

Klettern oder Bouldern

Wenn ihr eine Kletter- oder Boulderhalle in der Nähe habt, dann kann ich den Besuch sehr empfehlen! Klettern ist für Kinder wahrlich ein Grundbedürfnis, genau wie Hüpfen und warmer Kakao.

Klettern fördert dabei aber nicht nur Kraft und Koordination, sondern auch Verantwortungsbewußtsein, Problemlösekompetenz und Geduld.

Man unterscheidet zwischen Klettern und Bouldern. (Und dann natürlich noch nach indoor und outdoor klettern – ich beziehe mich hier nur auf das indoor klettern).

Klettern ist dabei vermutlich die bekanntere Sportart. Dort klettert man mit Sicherung und wird von einem Partner am Seil aufgefangen, wenn man abstürzen sollte.

Bouldern hingegen ist Klettern auf Absprunghöhe. Hier sind die Kletterwege höchstens drei Meter hoch und unter Einem liegen dicke Matten, auf die man nach Bedarf fallen kann.

Ich selber bevorzuge das Bouldern, weil es meiner Meinung nach kommunikativer ist. Oft klettert man eher seitwärts die Wand entlang, kann sich vom Kletterpartner Tipps holen, wie man sich eindreht oder wie man welchen Knopf greifen sollte und schwebt nicht einfach so mehrere Meter oben in der Luft ganz alleine rum.

Für den Zwerg bevorzuge ich es auch deswegen, weil er dann nicht plötzlich ohne Sicherung 5m in der Luft ist, wenn ich mich mal kurz umdrehe, um einen Schluck Wasser zu nehmen.

Klettern

Regeln beim Klettern

Allerdings muss man beim Bouldern dann ganz besonders aufpassen, dass die Kletterregeln beachtet werden. Das heißt, Niemand steht auf der Matte unter Jemandem, der da gerade langklettert.

Wer oben klettert, hat „Vorfahrt“.

Grundsätzlich nicht auf den Matten rumlaufen – direkt zum Kletterpfadanfang hingehen und am Ende sofort die Matte wieder verlassen.

Lediglich bei Knobeleien und Diskussionen, wie man eine bestimmte Stelle bewältigen kann, kann man mal zu zweit auf der Matte stehen, aber auch da muss man die anderen Kletterer im Blick behalten.

Klettern mit Kind

Für uns heißt das ganz klar, dass wir nie mit dem Zwerg alleine klettern. Wenn wir dann in der Boulderhalle sind, ist immer abwechselnd Einer 100% für das Kind verantwortlich und der Andere darf klettern.

Wenn der Zwerg klettert, geben wir ihm keine Vorgaben, so gut wie keine Tipps, aber bleiben immer direkt bei/unter ihm, für den Fall, dass er irgendwo nicht mehr runterkommt.

Auch dies ist ein Vorgehen ganz klassisch nach Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Wir passen auf, dass sich der Zwerg nicht verletzt, aber wir labern ihm nicht rein, sondern lassen ihn ganz in Ruhe selber herausfinden, wie er die Wand hochkommt.

Unfälle

Wir haben ein ziemliches Kamikazekind, dem auch fremde Leute gerne mal „Vorsicht! Langsam!“ hinterherrufen, wenn er mit dem Laufrad den Berg runterbrettert oder im vollen Sprint die Straße entlangwetzt.

Aber wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht: Was er sich zutraut, dass kann er auch. Unfälle haben wir mit ihm so gut wie nie. An dem bisher schlimmsten Unfall (wo der Zwerg ein Brett auf den Kopf bekam), waren wir ausschließlich alleine schuld. Er lag derweil friedlich auf dem Wickeltisch!

Klar fällt er mal hin, natürlich schreit er auch mal Aua und weint, zweimal ist er schon in die Brennesseln gefallen – aber so etwas gehört zu einer Kindheit einfach dazu.

Wir Eltern sind allerdings dazu da, bei Gefahren aufzupassen, die die Kinder dann doch nicht abschätzen können wie z.B. klassisch der Straßenverkehr.

Oder auch beim Bouldern das Fallen von weit oben.

Für uns ist die Boulderwand zwar auf Absprunghöhe, für einen kleinen 1m Mann ist das dann aber doch ganz schön hoch!

Beim Hochklettern kann man auch immer wieder beobachten, dass Kinder eigentlich nie fallen – sie wissen, instinktiv, was sie können.

Aber sie können beim Hochklettern  – jedenfalls im Alter des Zwergs – noch nicht einschätzen, ob sie auch wieder runterkommen! Und das ist der Moment, wo dann Unfälle passieren können.

 

Klettern 2

Alternativen

Hat man keine Boulderhalle in der Gegend, sind natürlich auch Turnhallen mit Sprossenwänden eine nette Alternative.

Bei uns in der Krippe gehen sie alle 2 Wochen in eine Turnhalle zum Turnen, wo auch eine Kletterwand ist und nach dem ersten Mal wurden wir von mehreren Erziehern aufgehalten und uns wurde verblüfft erzählt, wie toll der Zwerg geklettert sei.

Er ist allerdings noch nicht vergleichbar mit diesem Baby 😮

Baby rock climbing

 

 

Teile den Beitrag

WIllst Du infomiert werden über Neue Beiträge?

 
Dann melde Dich an!

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Facebook
Translate »
WordPress Security