Spielzeug im Sabbatical

Reisen mit Kleinkind und Spielzeug – weniger ist mehr und warum der Zwerg auf einmal noch kooperativer ist als normal schon

Ehrlich gesagt war dieses Thema etwas, worüber ich mir vor der Abreise schon einen Kopf gemacht habe. Es wird immer mal wieder langweilige Regentage geben und zudem hatte ich vor den Flügen großen Respekt. Gleichzeitig wusste ich aber, dass wir weder viele Bücher, noch Spielzeug würden mitnehmen können.


Zu Hause baut der Zwerg jeden einzelnen Tag begeistert mit Lego. Er liebt seinen Kaufmannsladen und seine Spielküche und er fährt mit seinem Bagger herum und läd alles mögliche in die Schaufel ein. Nichts davon würden wir mitnehmen können.
Ich war also – sage ich mal ganz eingebildet 😉 – echt kreativ im Ausdenken von leichtem, platzsparendem und abwechslungsreichem Spielzeug.
Bis jetzt wurden genau einmal die laminierten ausgedruckten Blätter bemalt – und das beim Warten auf den Flug noch bei Oma und Opa.
Bücher sind nach wie vor wichtig, aber das Spielzeug hätten wir uns so gut wie schenken können!

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laminierte Papier und abwischbare Folienstifte

Geschenk von Oma ud Opa – Schaumgummiteile zum Auffädeln und Ketten machen

Bondolino von einer Freundin – eine Art Rätselbuch für Kinder, wo die Lösung mit dem Band gewickelt wird

Lük – hier habe ich etwas gezögert, weil das schon ein bißchen was wiegt, aber das macht Zwerg in der Krippe sehr gerne

ein ausgedrucktes und laminiertes Memory mit Familie, Freunden und zu Hause gelassenen Kuscheltieren

Ein Flummi- der wird zu Hause auch sehr geliebt und war hier vor allem gedacht, um auf den Flughäfen nochmal richtig zu toben und müde zu machen

Ebenfalls ein Abschiedsgeschenk – kleine Fingerpüüchen

last but not least – ein paar Autos und die geliebte Schleichgiraffe

aber ja – alles liegt noch unbenutzt im Koffer!

Hier im Hostel gibt es einen kleinen Fluss, wo der Zwerg stundenlang beschäftigt war, Blätter und kleine Äste reinzuwerfen. Dann fand er eine kleine Kiste, nannte sie “Rasenmäher” und “mähte” den Rasen (ich liiiiiieeeebbbbbe die kindliche Fantasie).
Heute haben wir uns zusätzlich einem Pokerkoffer gewidmet, wo der Zwerg dann alle Chips zu vielen Türmen baute und mich anstrahlte “das hat sooo Spaß gemacht, Mama!!”Ich hatte ja zudem äußerst zufrieden gedacht, dass der Pokerkoffer eine ausgezeichnete Montessori-Aktivität ist, weil er dann nach Farben sortiert die Chips wieder zurücksetzen kann.War es auch – aber hauptsächlich für mich – Zwerg verließ da recht schnell die Geduld. 😉
Generell merke ich, dass ich nur ich viel ausgeglichener und entspannter werde – Himmel, wann hatte ich in den letzten Jahren soooo viel Zeit zum Lesen, rumhängen und entspannen? Wenn der Zwerg schläft, haben wir immer noch ein paar Stunden für uns, die jetzt nicht – wie zu Hause – mit Haushalt, nacharbeiten, nähen, Rödelkram oder einfach zu ko sein, um was Vernünftiges zu machen, vergehen.
Aktuell sitze ich auf der Terasse, tippe diesen Blogpost, habe meinen Ebookreader und meine liebe WA Gruppe auf dem Handy bei mir und genieße das Ganze einfach verdammt doll.


Wieso schafft man es nicht, diese Art von Entspannung im normalen Alltag unterzubringen? Warum kann ich es da oft nicht erwarten, bis der Zwerg endlich einschläft und bin dann doch zu fertig, um noch den Abend zu genießen?
Wir sind erst wenige Tage unterwegs und ich hoffe jetzt schon, dass ich es schaffe, diese zufriedene Entspanntheit in den Alltag zu retten. Wenigstens ein bißchen.
Aber zurück zum Zwerg – er ist ja eh das friedlichste, fröhlichste und und unkomplizierteste Kind der Welt. Er brauchte als Baby und Kleinkind sehr sehr viel Betreuung und Nähe und bis vor ein paar Monaten war es noch ein 6er im Lotto, wenn er sich mal länger als 2 Minuten alleine beschäftigt hat.
In den letzten Monaten hat das auf einmal geklappt. Nicht den ganzen Tag, aber immer mal wieder 3-4 x am Tag für 10-15 Minuten.
Hier ist er auf einmal absolut mit sich selber zufrieden. Er kommt immer wieder zu uns als seinem sicherem Hafen – gerade als er noch so krank war – aber ansonsten spielt er sehr oft friedlich murmelnd vor sich hin, erkundet den Garten und ist einfach glücklich und ausgeglichen.
Ich denke, dass das auch an uns liegt. Wie oft sage ich ihm zu Hause im normalen Alltag – “Nein, Zwerg, ich muss das hier gerade noch fertig machen!” oder “Du Zwerg, ich bin gerade zu ko, ich mag gerade nicht Lego bauen!”Das ist ja irgendwo auch ok – der Zwerg muss und soll ja auch lernen, dass andere Menschen auch ihre Bedürfnisse haben und dass er nicht immer an erster Stelle kommt, aber ich muss gestehen, dass ich das in den letzten Wochen vor der Abreise schon etwas übertrieben habe. Da war ich eigentlich dauergestresst durch Arbeit + Reisevorbereitung + Shopaufbau (super Timing, so kurz vor der Abreise….) und habe den Zwerg extrem viel weggeschickt.
Hier gibt es nur selten den Grund, mich nicht gleich mit dem Zwerg zu beschäftigen. Klar muss er im Auto angeschnallt bleiben, auch wenn er das nicht will. Klar muss er Zähne putzen, auch wenn er das total unnötig findet – aber kommt er mit einem Buch angewackelt oder fragt Einen von uns, ob wir mit ihm in den Garten gehen, dann können wir ihm jetzt eigentlich immer den Wunsch erfüllen. Ich merke richtig, wie gut ihm diese ungeteilte positive Aufmerksamkeit gerade tut. Und die Folge davon ist, dass er viel weniger klammert und viel weniger von uns verlangt als zu Hause, wo er sich teilweise die Spielzeiten etwas erkämpfen musste. 😮

Hier kann ich auch gerne gleich auf meinen Lieblingsblog hinweisen – wie zB diesen  Artikel über Strafen und Konsequnezn:

http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2014/08/erpressung-logische-und-natuerliche-konsequenzen-liebevoll-konsequente-erziehung-mit-natuerlichen-konsequenzen-die-wenn-dann-falle.htmlMCEPASTEBIN%

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