Südafrika- Land der Gegensätze

 

 

Nachdem ich durch Neuseeland gefahren war, habe ich gedachte, dass ich so ziemlich jede mögliche Landschaft dieser Welt schon gesehen habe.

Bis ich nach Südafrika kam, wo Alles doch wieder ganz anders und nicht minder toll aussieht.

Der Traummann, der Zwerg und ich sind jetzt auf der berühmten Garden Route im Süden Südafrikas unterwegs und kamen heute auf der Autofahrt von Swellendam nach Oudtshoorn aus dem Staunen kaum heraus. Einfach nur schön. Diese Berge, flacher und dunkelgrün und irgendwie majestätischer als in Neuseeland, wo sie oft zerklüfteter und irgendwie anders waren. Die Felsspalten und die Wolkenformationen und dazu die rote Erde und immer mal wieder ein Strauß am Straßenrand… (sonst habe ich bisher an Tieren nur Kühe, Schafe und einen Golden Retriever gesehen).

Wir sind bisher nicht nur begeistert von der Landschaft, sondern auch von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute hier.

 

Heute beim Ankommen in Oudtshoorn frage ich beim Einchecken nach einer Möglichkeit für Laundry – und statt uns nur die Auskunft zu geben, wo das möglich ist, nimmt die Mitarbeiterin jetzt unseren Wäschesack mit und gibt ihn nach ihrem Feierabend in der 25km entfernten Stadt ab, so dass wir uns den Weg einmal sparen.

 

Als wir unser Tablet am Flughafen vergaßen, nannte uns unsere Gastgeberin in Kapstadt nicht einfach eine Telefonnummer am Johannesburger Flughafen, sondern hängte sich selber ans Telefon und ließ sich ca. 12 mal verbinden, um dann immer noch keine Auskunft zu haben und es am nächsten Tag wieder zu versuchen und dann, als es endlich gefunden wurde, aber sich irgendwie keiner vom Flughafen in der Lage sah, es zu uns zu schicken (graaaaaaaa), organisierten sie einen pick-up durch die Schwiegermutter, die gerade nach Johannesburg flog und ließen sie es in die Post stecken und zur Postfiliale nach Oudtshoorn schicken. Das nenne ich mal Hilfsbereitschaft!

 

Ich hatte von Südafrika bisher irgendwie nur nebelhafte und zerklüftete Vorstellungen gehabt.

Diese waren geprägt von Stickern, die meine politisch engagierte ältere Schwester trug “kauft keine Früchte aus Südafrika” (aus der Apartheid-Zeit), von einer (wirklich tollen) Autobiographie von Nelson Mandela, die ich mal gelesen hatte und von Berte Bratt Mädchenbüchern, die ich als Kind gelesen hatte, die in den 60er Jahren geschrieben worden waren und unter Anderem von Afrika erzählten.

 

In meinen ganzen diffusen Vorstellungen war Afrika da eine Mischung aus Rassenproblemen (die es natürlich leider immer noch gibt), Elefanten und Armut.

 

Jetzt sehe ich vor allem, was für ein tolles Reiseland es für Familien mit Kindern ist. Wir haben quasi die Qual der Wahl, was wir Alles machen und ich habe ungefähr 1932873 Ideen – wohingegen ich in Thailand manchmal nicht so recht wusste, wie wir jetzt am Besten den Tag so herumbringen, dass wir alle drei etwas davon haben.

Es gibt Safaris, wo schon Kinder ab 2 Jahren mitkönnen. Und für die Safaris, wo erst Kinder ab 6 oder 8 gestattet sind, werden Kinderbetreuungen angeboten.

Es gibt Farmen, die Kamelreiten oder Fahrten auf dem Eselskarren anbieten. Wanderanbieter, wo Gepäck oder Kinder auf einem Esel transportiert werden können, Monkey oder Vogelgehege, Pinguin oder Walbeobachtung, Kletterpfäde, Labyrinthe und Lagerfeuer, Höhlen wie die Höhlen in den Cango Caves, die wir morgen besichtigen werden oder so tolle Ideen wie der Scratch Patch in der Nähe von Kapstadt. Da sind Tausende von Halbedelsteinen auf einer Außenfläche mit Bach und Wasserfall verteilt und man kann sich Plastiktüten in unterschiedlicher Größe kaufen und diese dann mit selbstgesammelten Glitzersteinen füllen.

Für den Zwerg war das ein Heidenspaß und er verbrachte bestimmt 2h glücklich mit Sortieren und Sammeln von den “Glitzersteinen für OmaOpa”.

 

Auch Kapstadt war der Wahnsinn. Ich mag eigentlich keine Großstädte, aber Kapstadt wird zu Recht immer wieder als das Nr.1 Reiseziel von verschiedenen Magazinen gewählt.

Bei uns kam noch hinzu, dass wir eine wahnsinnig tolle Unterkunft hatten. Die Redbourne Lodge, wo man auf der einen Seite quasi IM Tafelberg drin war und auf der anderen Seite beim frühstücken einen wunderbaren Blick über ganz Kapstadt hatte.

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Zudem waren die Besitzer Sharon und Jonny unglaublich nett und bemüht (nicht nur mit unserem Tablet) und wir können verstehen, warum viele Leute nie wieder woanders wohnen wollen, wenn sie in Kapstadt sind!

An Unternehmungen machten wir den obligatorischen Tafelberg – für den Zwerg ein ganz besonderes Highlight, da ER die Seilbahn bedienen durfte, besuchten Pinguine und die echt schöne Waterfront (shopping Meile von Kapstadt).

Auf dem Rückweg werden wir nochmal ein paar Tage in Kapstadt verbringen, denn es gibt noch viel zu sehen – Robben Island würde ich z.B. gerne sehen und auch einfach mal eine Bustour durch die Stadt machen.

 

Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Wochen und frage mich jetzt schon, wo die Zeit geblieben ist. Noch 1.5 Monate und unser langgeplantes Sabbatical ist schon wieder vorbei.

Bis dahin muss der Zwerg wieder gelernt haben, dass man Toilettenpapier in die Toilette schmeißen darf (nicht wie in Thailand) und dass wir nicht alle 2-4 Nächte woanders schlafen. Und wir müssen uns wieder ans arbeiten gehen gewöhnen. Das ist gedanklich gerade noch soooo weit weg. Uns hat diese Auszeit bisher wirklich sooo gut getan.

Klar nerven wir uns mal kurz an. Gerade der Zwerg, der gerade eine extreme Warum-Phase hat, bringt mich manchmal echt an den Rande der Erschöpfung; aber insgesamt finde ich es bemerkenswert, dass wir noch (klopf aufs Holz) nicht die Schnauze voll haben vom Reisen, uns gegenseitig nicht auf die Nerven gehen und eigentlich immer so weiter machen könnten… wenn das nur finanziell machbar wäre.

 

Dieses Sabbatical wirklich durchzuziehen, war eine der besten Enscheidungen unseres Lebens!! Eine Nachahmung kann nur empfohlen werden!

 

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4 Idee über “Südafrika- Land der Gegensätze

  1. Simone sagt:

    Mir gehts wie Elly. Und ich freu mich für euch, dass ihr eine so tolle und intensive Familienzeit genießen könnt.

    Wann gehts denn wieder los mit der Arbeit? Doch nicht gleich direkt oder?

    Liebe Grüße
    Mone

    • cdanisch sagt:

      Hallo Mone!
      Nein. Ich mach dann noch die Eingewöhnung vom Zwerg. Und der Traummann hat noch zwei Wochen Urlaub. Das ist auch gut zur Wieder Eingewöhnung!

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