Das Jahr ist fast zu Ende, unsere Füße, Arme und Köpfe sind glücklich, aber qualmen. Wir gönnen uns eine
Winterpause bis zum 7.1.,
in der wir ganz und gar für unsere Liebsten da sind.
Anschließend gilt dann wieder: Versandzeit 8-10 Werktage.

Wolle fetten... Warum und wie geht das?

Zunächst mal musst du wissen, dass Schafswolle von Natur aus Lanolin (Wollfett) enthält. Das ist eine besondere Substanz, die Wolle wasserabweisend und strapazierfähig macht. Das ist wichtig, damit Schafe sich hübsch und sauber fühlen. Ohne Lanolin wäre ihre Wolle und somit sie selbst mehr den Witterungen ausgesetzt. Die einzelnen Wollhaare würden sich schnell zu Dreadlocks verdichten und eindringendes Regenwasser zu lange speichern. Denn wusstest du, dass Wolle 30% ihres eigenen Gewichtes aufsaugt bevor sie sich nass anfühlt? Das ist ziemlich clever, denn sonst hätte das Schaf die Evolution wohl nicht überstanden. Wenn allerdings die 30% überschritten werden würden, weil nur noch lange Dreadlock-Zotteln am Schaf hängen, ja dann würden sich die Schafe vielleicht erkälten und für Fressfeinde leicht auffindbar müffeln.

Das bedeutet, dass wenn ihr lange Zeit im Regen spazieren geht deine Jacke mit der Zeit (vor allem bei norddeutschem Nieselwetter) äußerlich nasser wird, du dich aber noch trocken fühlst. Und es bedeutet auch, dass wenn eine Windeleinlage voll ist der Überschuss an Flüssigkeit von der Wollüberhose selbst absorbiert wird und nicht gleich in die Kleidung geht.

Also was für ein Glück, dass es Lanolin gibt!

Auch unsere Stoffe und die Kleidung, die ihr daraus näht brauchen gelegentlich Lanolin. Da nun kein Schaf mehr an den Wollfasern hängt müssen wir ihnen geben, was sie brauchen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Wolle zu fetten, aber keine Sorge, sie sind alle ganz einfach.

Zunächst mal müssen wir unterscheiden – möchtest du die Wolle nur pflegen und weich machen, oder möchtest du sie richtig wasserabweisend und witterungsbeständig bekommen?

Im ersten Fall hast du vielleicht ein paar normale Kleidungsstücke, die du schon eine Weile nutzt und öfters gewaschen hast vor dir liegen, die du einfach gern mal pflegen möchtest. Vielleicht fühlt sich der Stoff sogar schon ein bisschen rau an.

Im Zweiten handelt es sich eher um Winterjacken oder Schuhe aus Wollwalk, oder um Stoffwindeln (die kannst du aus Wollwalk, Wollfrottee, Wollfleece und Wolljersey nähen – ich empfehle Wollfrottee).

Rückfetten solltest du vor allem deine Wollwindeln oder Wolljacken nach dem Waschen, nach einer langen Nutzungszeit oder manchmal auch wenn die Windel besonders nass geworden ist und das Wollfett aufgebraucht scheint. Schurwolle verfügt dank ihrer wunderbaren natürlichen Eigenschaften über einen Selbstreinigungseffekt. Ihr müsst eure getragenen Wollsachen daher nicht oft waschen. Oft reicht ein einfaches Lüften (im Badezimmer während jemand duscht oder über Nacht auf dem Balkon), um sie wieder hygienisch sauber zu bekommen. Auch Wollüberhosen müssen nur je nach Nutzung alle 2-3 Wochen (oder bei starker Verschmutzung – hier reicht es aber auch oft die betroffenen Stellen mit einer Wollfettseife und einer Bürste zu bearbeiten) gewaschen werden. Ihr werdet schon merken, wann es angebracht ist.

Im Anschluss wird also wasserabweisend gefettet. Und wie das nun genau geht, das erfährst du HIER.

Die Wollkur mit Lanolin von Sonett bekommt ihr übrigens auch bei uns im Shop.

Wollfett könnt ihr in jeder Apotheke bestellen (Achtung: es sollte kein Wasser uns andere Zusätze enthalten – reines Lanolin! Es darf nicht weiß sein, dann ist Wasser im Wollfett).

 

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