We survived the Road 309!!

Ich merke immer mehr, dass wir eigentlich noch zu schnell reisen – wenn ich 2-3 Tage zurückblicke, kann ich mich schon kaum noch erinnern, was wir Alles gemacht haben und bin dann ganz erstaunt, wenn ich die Fotos angucke, weil sich das zu dem Moment wie ein großes Highlight anfühlte.

Das ist zwar irgendwie auch cool, aber andererseits ist es auch echt anstrengend, wie wir gerade merken.
So kann man nicht fast 6 Monate, und schon gar nicht mit Kind, reisen. Wir hatten jetzt ein paarmal Unterkünfte, wo wir nur 2 Nächte geblieben sind und merken, dass wir das lieber nicht zweimal hintereinander machen sollen, sondern dass 3 oder gar 4 Nächte und etwas mehr Leerlauf für uns Alle besser sind.

Der Zwerg muss natürlich weiterhin irgendwie ausgetobt werden, aber zu viele Ortswechsel und Aktivitäten sind dann auf Dauer für ihn auch zu viel.

Das Problem ist nur: es gibt noch sooooooooo viele tolle Dinge, die wir machen wollen und Orte, die wir sehen wollen.
Ich mache im Kopf schon ständig Listen, was ich auf die nächsten Neuseelandurlaube verschiebe, weil es jetzt einfach nicht mehr reinpaßt.

Aber man muss sich halt notwendigerweise beschränken. Hilft ja nix!!

Ich versuch mal, ob ich zusammenkriege, was wir die letzten Tage so getrieben haben.

Zunächst waren wir zwei Tage auf dem Campingplatz in Miranda, am Rande von Coromandel, wo wir drei eigentlich nur im Pool saßen, der da von den Mineralquellen beheizt wird.

Danach haben wir den Norden von NZ hinter uns gelassen und sind zur Halbinsel Coromandel aufgebrochen, wo wir dann in Coromandel Town Wiedersehen feierten mit zwei anderen deutschen Backpackern, die mittlerweile durch Work & Travel in eben diesem Hostel arbeiteten, was für uns super war, da wir dann eine Sonderbehandlung bekamen und weil die Beiden auch sehr nett waren und wir uns sehr über das Wiedersehen freuten.

Diese waren mittlerweile aber fast verzweifelt, weil sie fast nur deutsche Touristen kennenlernen. Das ist aktuell wirklich krass – wenn ich in die Hostelküche gehe, komme ich mir fast komisch vor, fremden Menschen ein freundliches „Hello, how is it going“ entgegenzuwerfen, weil sie in 80% der Fälle eh Deutsche sind.

Kiwis, wie die Neuseeländer sich selber freundlich nennen, sind seltenst in Backpackerhostels zu finden, da Backpacker den Ruf haben “ a rough crowd“ zu sein. Etwas, was ich bisher auf meinen vielen Reisen rund um die Welt wirklich seltenst bestätigt bekommen habe und in NZ noch am allerwenigsten.

In Coromandel Town habe ICH mich dann total über die Zugfahrt mit der Railway Creek und Pottery gefreut, was sich als eine winzige Schmalspureisenbahn herausstellte, die durch eine wunderbare Landschaft und zu spektakulären Aussichtsplattformen führte.

Eigentlich hatten wir bei der Fahrt vor allem an den Zwerg gedacht, das Bahnfahren liebt, aber dieser war von der Lautstärke und den Tunneln arg eingeschüchtert und der Traummann sah auch etwas grün im Gesicht aus, weil die selbstgebaute Eisenbahn eines ursprünglichen Töpfers ihn in seiner Höhenangst doch etwas zittern ließ.

Nun, ich fand die Fahrt toll und kann sie nur weiterempfehlen!! Ich liebe ja so Geschichten von einzelnen Menschen, die einfach ihrer Vision und ihrem Traum gefolgt sind und dann tolle Gemeinschaftsprojekte auf die Beine gestellt haben.

Hier war das ein neuseeländischer Töpfer, der sich eine große Fläche Land gekauft hatte, mit der Vision, hier ein Kunstzentrum für Töpfer aus aller Welt zu bauen.

Um den Lehm zu transportieren, baute er sich selber eine kleine EIsenbahn, die auf die Berge führte. Immer mehr Leute hörten davon, dass die Strecke wunderschön sei und baten, mitgenommen zu werden. Zu Beginn wurde dann nach jeder Fahrt um Spenden gebeten.

Barry – der Töpfer – baute dann die Strecke immer weiter aus – über Brücken und durch Tunnel und irgendwann wurde das Ganze ertragsreicher als seine erste Liebe, die Töpferei! Der konnte er sich dann aber bestimmt noch gut widmen, denn entlang der gesamten Strecke sah man auch immer wieder getöpferte Gestalten oder Gebilde!

Gerade der Ausblick von der obersten Aussichtsplattform war atemberaubend und meine Fotos geben das leider lange nicht gut genug wieder!

Am nächsten Tag waren wir bei den Waterworks, dem lustigsten und innovatistem Park, bei dem ich je war.

Auch dies war die Vision eines einzigen Menschen – einen Park aufbauen mit Sachen, die irgendwas mit Wasser zu tun haben und nur aus recyelten Materialien gebastelt sind.

Die Dinge da waren lustig und innovativ und teilweise echt überraschend. Besonders cool fand ich wieder den Spielplatz – hier gibt es echt Spielplätze, die nicht nur für Kinder cool sind und die einfach richtig Spaß machen.

Toll sind auch die Grillplätze, die es überall gibt. Genau wie der Kiwihumor auf den vielen Schildern.

Besonders lange war der Zwerg bei Entenrennen beschäftigt, wo man mit Holzbooten und Gummienten entlang von Röhren ein Rennen veranstalten konnte.

Nur der Fakt, dass wir ihn zweimal komplett umziehen mussten und uns die Mücken auffrassen, brachten uns irgendwann zur Weiterfahrt. Aber 3-4h haben wir bestimmt da verbracht und uns keine Sekunde gelangweilt.

Die darauffolgende Fahrt auf der legendären Straße 309 bekam demnach auch nur ich mit, da meine beiden Männer in tiefen Erschöpfungsschlaf fielen.

Und da die Haarnadelkurven doch meine ganze Konzentration brauchten, konnte ich die Fahrt auch nicht mit voller Kraft genießen, aber schon was ich gesehen habe, war echt mega mega schön. Tiefstes neuseeländisches Buschland in der größten Schönheit!

 

Aktuell sind wir jetzt in der Nähe von Hot Water Beach in einem Hostel, wo das Wichtigste, der große Pooltable ist, wo sich alle aktuell da wohnenden Kinder versammeln und die Kugeln hin und herschieben. Und das sind ausnahmsweise mal ne Menge. Bisher haben wir leider nicht so viele reisende Kinder getroffen, so dass der Zwerg hier total selig ist.

Und wir auch – denn das ist der Strand, wo wir heute morgen waren:

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