WolleSeide Adventskalender – Tag 1 -Wer bin ich eigentlich?

 
Ab heute bis zum 24.12. gibt es jeden Tag hier etwas zu sehen – kleine Verlosungen und Aktionen, Hintergrundgeschichten und Ideen. Kommt gerne vorbei und erzählt Freunden und Familien vom WolleSeide Adventskalender. <3
Heute starte ich damit, mich ein wenig vorzustellen und zwar gleich mit dem Thema „wie naiv kann man sein???“, um etwas zum Schmunzeln zu geben.
Einige von euch haben meinen Weg von Anfang an begleitet. Andere sind erst ganz neu dazu gestoßen und erstaunt, dass „Danisch Pur“ noch nicht einmal 2 Jahre existiert.
Vor gut drei Jahren kam ich auf die Idee, selber WolleSeide Meterware herstellen zu lassen. Ich hatte den Stoff mit kleinem Baby kennen- und schätzengelernt, hatte außerdem in der Schwangerschaft mit dem Nähen begonnen- was lag also näher, als jetzt WolleSeide Sachen für die ganze Familie zu nähen?
Aber als ich dann merkte, dass der Stoff tatsächlich absolut und komplett unauffindbar war, kam mir plötzlich die Idee, ihn selber herstellen zu lassen und in kleinem Rahmen – an Freunde und Bekannte- zu verkaufen. Ich dachte an ein kleines Gewerbe, 50m Stoff und generell einfach mal einen Versuch zu starten – so schwer kann das doch nicht sein, oder?
So jung und naiv kann man auch nur einmal sein. 😉 Zum Glück – hätte ich gewußt, wieviel Arbeit, Kosten und Sorgen auf mich zukommen, hätte ich das Unternehmen nie gewagt!
Aber gleichzeitig wußte ich auch nicht, wieviel Freude, Spaß und Glück ich mit meinem Unternehmen verbreiten würde und das ist das, was mich auch an langen Tagen mit Freude weiterarbeiten lässt. <3
Aber nun zum Thema — was kann man nur Alles falsch machen oder nicht wissen, wenn man so ein Unternehmen beginnt? Eine ganze Menge. 😂😇

Es fing mit Fragen meines Stofffabrikatens an, die mir nur große Fragezeichen ins Gesicht zauberten. Wieviele Micron die Wolle haben solle, welche Pantone Nummer, was sei denn meine Eori-Nummer und wo genau sei meine Lagerhalle?
Gerade bei der letzten Frage musste ich sehr lachen. Meine Lagerhalle ist ein umgebautes Zimmer ohne Fenster bei uns im Haus.
Und dann kam nach extrem vielen Recherchen, unzähligen von Stoffproben und ganz ganz viel Zittern der herrliche Stoff bei mir an.
500m. Denn für 50m wie ursprünglich geplant schmeißt kein Produzent seine Maschinen an.
Auf 10 Rollen à je 50m mit 160cm Breite.
Äh ja. Und jetzt? Wie kriege ich das kleingeschnippelt? Nach langem Hin und Herüberlegen putze ich also den Wohnzimmerboden und rollte einen Teil dort aus, legte zwei Schneidematten nebeneinander und versuchte, irgendwie einen geraden Schnitt hinzukriegen, um den ersten Meter abzuschneiden.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie absolut unmöglich dieses Unterfangen war. Die Rolle an sich war schon so breit, dass es fast das ganze Wohnzimmer ausfüllte, meine Hände zitterten eh vor Aufregung und der Stoff war so flutschig und weich, dass er sich in dieser krassen Fülle und Menge überhaupt nicht bändigen ließ.
Erst durch verzweifelte Hilferufe und Fragen brachte mich dann Sabine Knecht auf die Idee, mir im lokalen Stoffladen ein paar Stoffbretter zu besorgen und den Stoff doppelt gefaltet auf Stoffbretter zu wickeln.
Also stand ich ab da mehrere Abende und faltete Stoff, klemmte ihn irgendwie zusammen, so dass er nicht auseinanderflutschte und wickelte und wickelte. Und wieder von vorne.
Die folgenden Lieferungen ließ ich mir dann schon gewickelt auf Stoffbretter bringen. 😂
Na und dann? Ich hatte ja gedacht, ich erzähle in 2-3 Foren von mir und meinem Stoff und dann verbreitet sich das Ganze wie ein Lauffeuer und ich kann verkaufen. Das Lauffeuer kam, aber erst gut ein Jahr später. Am Anfang saß ich da auf ca. 483m (ca 12m hatte ich tatsächlich an Freunde und Bekannte verkauft und die restlichen 5m selber vernäht) und dachte mir, dass ich jetzt wohl das teuerste WolleSeide Shirt der Menschengeschichte trage.
Ein Umsatz von ca. 50€ im Monat in den ersten Monaten(abzüglich der Mehrwertsteuer, die ich ans Finanzamt abdrücken musste), standen insgesamte Ausgaben von weit mehr als 30.000€ gegenüber…
Achja – man muss ja nicht nur den Stoff bezahlen, ups – da sind ja noch Kosten für Webseite, Dawandagebühren, Rechtsanwaltskosten für Rechtstexte, Verpackungslizenz, Werbung, Verpackungsmaterial, gewerbliche Haftpflicht- Rechtsschutz und Hausratsversicherung, Zuschneidematte in xxl und vieles mehr. Ups.
Wie ich da meinem Mann erklären konnte, dass ich NACH WIE VOR daran glaube, dass das einfach laufen MUSS, weil der Stoff einfach so gigantisch wunderbar und herrlich ist, weiß ich immer noch nicht.
Aber er hat nie aufgehört, an mich zu glauben, auch wenn ich zwischendurch doch tatsächlich selber den Mut etwas verlor.
Unten seht ihr ein paar Fotos meiner Anfänge – unbeholfene Amateurfotos „du ich glaube, man braucht irgendwie einen weißen Hintergrund“ mit hilfsbereiten und eifrigen Freunden – dann die Frage – als es endlich anlief „Wie kriege ich denn ohne Auto 10 Pakete auf einmal zur Post?“ und mein allerallererstes Nähwerk – weißes Unterhemd mit blauer Einfassung und einem Glitzerpferdeplott.
Ja – so fing alles an – wie ging es weiter? Das erfahrt ihr irgendwann in den nächsten Tagen. Zunächst einmal gibt es ein paar WolleSeide Aktionen. Kommt morgen wieder, es wird spannend!
Wollt ihr noch mehr von Background Danisch Pur wissen? Was soll ich euch noch erzählen? Jetzt ist die Gelegenheit, Fragen an mich loszuwerden, die ihr schon immer stellen wolltet. 😀

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